Stimme und Statur.
Die Fülle der Gedanken reicht nicht aus, man muss sie auch verständlich auszudrücken wissen. Dieser Maxime wurden die vielen zurückliegenden Vorträge hoffentlich gerecht. Und auch die künftigen stellen sich dem Anspruch. Die dritte Zutat sei hier nicht verschwiegen. Sie heißt Humor.
Davon konnte man sich u.a. überzeugen:
Am 24. April 2010 diskutierte ich auf Schloss Neuhardenberg: Ist das Fernsehen, zumal das öffentlich-rechtliche, wirklich so schlecht? „Nebel in den Niederungen“ lautet die schöne Überschrift. Barbara Sichtermann und Jobst Plog wurden ebenfalls von Norbert Seitz befragt. Der Deutschlandfunk wird die Höhepunkte demnächst an einem Freitag zwischen 19h15 und 20h00 im „Kulturgespräch“ senden.
Das Thema wird nicht kleiner: Zu den Bocksgesängen des Neuen Atheismus referierte ich am 17. April 2010 in Regensburg.
Am 14. April 2010 waren in Erfurt, auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung, die Risiken und Nebenwirkungen des Fernsehens das Thema. Wieder zeigte sich: Im Osten diskutiert man konzentrierter.
In München sprach ich am 7. April 2010 über „Fünf Jahre Benedikt XVI. – Eine Zwischenbilanz“. Gut war’s und anregend auch für den Vortragenden.
In Potsdam sprach ich am 23. März 2010 über Medienmacht und Menschenbild im 21. Jahrhundert: Artikel in der „Märkischen Allgemeinen“ und in den „Potsdamer Neuen Nachrichten“ geben - unterschiedlich - Kunde.
Am 23. Januar 2010 sprach ich an der Hochschule Vallendar über den Neoatheismus. Zwei Eindrücke lassen sich nachlesen, bei den Veranstaltern (mit Bild) und auch hier.
Am 9. November 2009 hielt ich das Impulsreferat und diskutierte anschließend munter mit beim 14. Mainzer Mediendisput.
Am 29. Oktober 2009 lautete die Paarung in der Evangelischen Stadtakademie zu München: Kissler vs. Schmidt-Salomon. Thema war der Neoatheismus, und es wurde kein Unentschieden. Der Bayerische Rundfunk berichtete am 2. November ab 21h30 in der Sendung „Theo.Logik“, auch online nach- und mitzuhören.
Am 9. Dezember 2008 hielt ich auf Einladung der „Akademie für politische Bildung“ in Tutzing einen Vortrag mit dem Titel „Menschengeschichten. Zum anschwellenden Streit zwischen Natur- und Geisteswissenschaften“.
Am 30. September 2008 sprach ich im Kölner Domforum über den Neoatheismus. Das Gespräch, das aus diesem Anlass das Domradio mit mir führte, kann online nachgehört werden. Am 2. Oktober 2008 berichtete kath.net ausführlich über Vortrag und Buch.
Am 26. September 2008 sprach ich in Rom bei der Tagung "Die Tragweite der Wissenschaft heute - Glaube und Vernunft auf dem Prüfstand", die gemeinsam ausgerichtet worden ist vom deutschen Botschafter am Hl. Stuhl und der Carl Friedrich von Weizsäcker-Gesellschaft. Ort des Geschehens war die päpstliche Universität Gregoriana. Der Redetext unter dem Titel "Am Nachthemd der Ewigkeit" kann online nachgelesen werden.
Am Freitag, dem 25. Juli 2008, sprach ich in der Schwabenakademie Irsee (bei Kaufbeuren) über den Neoatheismus in der Populärkultur. Sowohl das Ambiente (ein ehemaliges Benediktinerkloster) als auch das Publikum trugen zu einem feinen und putzmunteren Abend bei. Zu diesem Thema referierte ich auch am 2. September in der Düsseldorfer Stern-Buchhandlung und am 30. September im Domforum zu Köln.
Am 1. Juli 2008 in München. Die Nachrichtenagentur „idea“ resümierte: „Vor einer Verharmlosung des so genannten neuen Atheismus hat der Kulturwissenschaftler und Publizist Alexander Kissler (München) gewarnt. Diese Bewegung, zu deren berühmtesten Vertretern der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins gehört, sei keine philosophische Richtung, sondern eine politische Bewegung, die eine globale Ethik anstrebe.“
Am 25. Mai 2008 in der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg (bei Köln): Die dortige Tagung „Gott vor Gericht. Der 'neue Atheismus'“ führte u.a. Joachim Kahl und mich zusammen. Der freiberufliche Marburger Philosoph wird von mir im „Aufgeklärten Gott“ der Ahnengalerie des Neoatheismus zugerechnet. Hier stellte er nun klar, dass er als „Vertreter des 'alten' Atheismus“ an jenem fast ebenso viel auszusetzen hat wie ich - aber eben nur fast und keineswegs an der atheistischen Wurzel, sodass ein harter, aber fairer, für beide Seiten bereichernder Schlagabtausch stattfand. Mit Dawkins wäre das wohl nicht passiert. Ihren publizistischen Niederschlag fand die Tagung hier.
Am 29. April 2008 in Garching bei München; in der dortigen Stadtbibliothek skizzierte ich unter der Überschrift „Vom verbrauchten zum geklonten Menschen?“ die „Herausforderungen der Biopolitik im 21. Jahrhundert“: „Mit dem Naturrecht schwindet derzeit eine wichtige Quelle der Menschheitsmoral. Wo nicht jedem Menschen von Natur aus, allein weil er Mensch ist, ein festes, unzerstörbares Ensemble an Rechten zukommt, wird es schwer, eine globale Werteordnung zu begründen. Die Moderne ist beides, die Zeit des relativierten Naturrechts und die Zeit der Empörung wider die entgrenzte Autonomie der Mündigen, Redebegabten, Selbstbewussten.“
Am 27. April 2008 in Bad Herrenalb, wo ich zum Abschluss einer Tagung der Evangelischen Akademie Baden über „Das ambivalente Erbe der 68er“ sprach. Mein Vortrag trug den Titel „Barbarella und die Götter. Rückblick eines Nachgeborenen.“ Ihm wurde ebenso heftig applaudiert wie widersprochen. Ein Fazit meinerseits zu „68“ lautete: „Körperrede und Bildkultur, Kult des Fleisches und ‚nachträglicher Ungehorsam’, Narzissmus und Nivellierung der Scham, Theorielastigkeit und Überhöhung des Natürlichen, Umerziehung und Neuer Mensch sind allesamt Ingredienzien dieses epochalen Klimawandels.“ Eine gekürzte Fassung des Vortrages findet sich hier.
Am 23. April 2008 bei St. Bernhard in München; erstmals sprach ich dort unter dem Titel „Religiös, aber gottlos?“ über „Das Christentum der Zukunft zwischen Duldungsstarre und Mutanfall“. Der Saal war bestens gefüllt und die Diskussion sowohl von Nachdenklichkeit als auch Engagement geprägt. Mein Schlussplädoyer lautete: „Auf Dauer muss das Christentum, wie Guardini es forderte, heraus aus den Säkularisationen, den Ähnlichkeiten, Halbheiten und Vermengungen. Es muss seinen Platz finden zwischen Duldungsstarre und Mutanfall, muss mutig sein statt mutanfällig, geduldig statt duldungsstarr.“
Am 22. April 2008 im Regensburger Diözesanmuseum St. Ulrich anlässlich der Debatte um den Neoatheismus und dessen politische Strategien. Trotz unfreundlichen Wetters und hartnäckiger Kühle waren rund 130 Zuhörer gekommen.
Am 4. April 2008 in der Evangelischen Stadtakademie zu München, wo ich über den „Aufgeklärten Gott“ sprach. Die Diskussion im Anschluss war sehr munter und kontrovers, und so soll es ja auch sein.
Am 15. Februar 2008 in der Katholischen Akademie in München, wo ich anlässlich einer Tagung über das „Phänomen Neuer Atheismus“ einen Vortrag hielt mit dem Titel „Unglaube und Unvernunft. Das unterwerfende Denken der ‚Neuen Atheisten’“: „Sämtliche Debatten, die heute unser Zusammenleben bestimmen, etwa die Fragen, ob gerechtes Handeln global möglich ist, ob Verantwortung für Nächste und Fernste gleichermaßen gilt, ob des einen Wohl immer des anderen Wehe sein muss, ob Leistung, Kraft und Stärke die einzigen Kriterien gelingenden Lebens sind, ob in einer Demokratie auch die Toten und die Ungeborenen Stimmrecht haben, ob die Wirklichkeit ganz aufgeht in dem, was sich sehen, berühren und messen lässt, ob das Wissen vom Verwerten überhaupt zu trennen ist, das Erkennen vom Entkernen – all diese Problemfelder sind letztlich Varianten der einen Frage. Diese eine Frage lautet: Was ist der Mensch?“
Zum selben Thema sprach ich am 31. Januar 2008 bei einer Expertentagung der Hanns-Seidl-Stiftung über Glaube und Vernunft in Wildbad Kreuth.
» Hanns-Seidel-Stiftung
Am 29. Dezember 2007 hielt ich den Einführungsvortrag zu dem Stummfilm „Der müde Tod“ von Fritz Lang (Deutschland 1921) in der Pfingstbergkirche Mannheim. Langs Film und die neue Musik von Kriton Klingler wurden aufgeführt im Rahmen von „Kino unterwegs“ (PDF), einer Veranstaltungsreihe anlässlich des Stadtjubiläums „400 Jahre Mannheim“.
In Berlin sprach ich am 18. Mai 2007 in den Räumen der Katholischen Akademie über das Buch „Jesus von Nazareth“ von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. Gesprächspartner war Magnus Striet.
Am 19. April 2007 zog ich in der Dombuchhandlung München eine Zwischenbilanz nach den ersten beiden Jahren des Pontifikats von Benedikt XVI.: „Der Dreiklang aus vertiefter Innerlichkeit, verstärkter Weltzugewandtheit und erneuerter christlicher Brüderlichkeit, wie er am 12. September 2006 durch die Abfolge von Messe, Vorlesung und Vesper deutlich wurde – dieser Dreiklang soll der Beitrag Benedikts XVI. sein zum Frieden in der Welt. Anspruchsvoll ist dieses Programm, sehr ungewiss sind seine Erfolgsaussichten, quer steht es zu den meisten Tendenzen der Zeit. In der Summe aber könnte dieser benediktinische Dreiklang die knappste Ressource überhaupt stärken. Ob wir nämlich aus dem 21. in ein 22. Jahrhundert finden werden, könnte sich daran entscheiden, wie diese knappste aller Ressourcen verteilt ist und aus welchen Quellen sie gespeist wird. Der Trost ist dieses knappe Gut.“
Am 12. März 2007 sprach ich in München für das Evangelisch-Lutherische Dekanat unter dem Titel „Die verleugnete Zukunft“ über „Mensch und Menschenbild im 21. Jahrhundert“: „Ethik ist heute meist reflektierte Moral und damit tendenziell der Versuch, alles Effiziente vom Ruch des Amoralischen zu befreien. Ethik ist meist Neue Ethik.“
Für die VHS Landshut hielt ich am 14. November 2006 einen Vortrag über „Recht, Moral und Selbstbestimmung. Europas Werte auf dem Basar der Interessen“. Ihm lagen Ausführungen zugrunde, die ich am 18. März 2006 bei der Akademie für politische Bildung, Tutzing (PDF) anlässlich der Tagung „Religiöse Musikalität – Ein Fundament normativer Politikorientierung?“ erstmals öffentlich gemacht hatte:
„Würde war einmal die ‚nicht interpretierte These’ (Theodor Heuss); heute wird sie so häufig interpretiert oder vielmehr rhetorisch beschworen, dass ihr Inhalt mehr und mehr schwindet. Selbst der scheinbar eherne, doppelte Konnex von Mensch und Würde und von Würde und Unversehrtheit ist nicht mehr gegeben. Dazwischen geschoben hat sich: die Person. Offenbar hat zwar jeder Mensch noch immer eine unveräußerliche Würde, doch nur, wenn er Mensch ist und Person kann er diese Würde ummünzen in das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Diese Auffassung vertritt zumindest der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.“