Wort und Widerwort.
Von Januar 1999 bis Juni 2001 erschienen die meisten Texte im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Es war die hohe Zeit des Boulevardfernsehens, dem ich auf der Medienseite manchen kritischen Gedanken widmete, vom „Robinson Experiment“ über „History“ bis zu den „Singles 2000“. Auch Film- und Buchbesprechungen zählten zu des Mitarbeiters täglich Brot. Im Sommer 2002 wurde ich Redakteur im allgemeinen Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“, dessen Autor ich weiterhin bin. In den Jahren 2007 und 2008 schrieb ich auch regelmäßig für den Politikteil der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung“. Gerne melde ich mich im Kulturmagazin „Cicero“ zu Wort. Themenschwerpunkte sind unverändert die guten und auch die leichten Bücher, daneben Fragen der Ethik, des Glaubens, des Wissens.
Am 1. Juni 2010 stimmte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ auf den päpstlichen Besuch von Zypern ein.
An einem theologischen Fazit des Ökumenischen Kirchentages versuchte ich mich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 17. Mai 2010. Es war überschrieben: „Routinierte Rechthaber“.
Einen Gastkommentar zur Lage der Kirchen habe ich für die „Westfälischen Nachrichten“ vom 15. Mai 2010 verfasst: „Tribunalisiert - Um das Rederecht als Mahner zu verlieren“.
Der Streit um die Kirchensteuer geht weiter, katholisch wie evangelisch. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 10. Mai 2010 fasste ich zusammen, ordne ein.
In der „Süddeutschen Zeitung“ stellte ich am 4. Mai 2010 neue Quellen zu einem ebenso spannenden wie unergründlichem Thema vor, zu Heidegger und dem Nationalsozialismus, betitelt: „Alleingehenkönnen“, auch online.
Unter dem Titel „Die Erinnerung, wie sich der Fels anfühlt“ besprach ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 30. April 2010 eine Ausstellung im Alpinen Museum München, „Hast du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte“. Empfehlenswert!
Unbedingt empfehlenswert: Seit 2002 übersetzt Friedrich Koch das Opus Magnum des Jean-Henri Fabre, „Aus dem Leben eines Insektenforschers“. Über das Werk, den Übersetzer und ein einzigartiges Leseabenteuer schrieb ich auf der Literaturseite der „Süddeutschen Zeitung“ vom 20. April 2010.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 17. April 2010 fasste ich das theologische Denken von Benedikt XVI. zusammen: „Die Seele heilen“.
In der „Süddeutschen Zeitung“ stellte ich am 12. April 2010 den leider vergessenen Philosophen Paul Ludwig Landsberg und seine „Erfahrung des Todes“ kurz vor.
Am 22. März 2010 berichtete ich in der „Süddeutschen Zeitung“ über neue An- und Einsichten zum spätmodernen Kirchenbau und der Liturgie.
Zweierlei gab es zu entdecken in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 10. März 2010: Wie klang Heidegger? Fünf CDs und ein Rezensent geben Antwort. Was wollen die Zehn Gebote? Micha Brumlik und Richard Schröder debattierten, Kissler lauschte und schrieb auf.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 3. März 2010 berichtete ich ausführlich von einer neuen Ausstellung im Schlossmuseum Murnau: Ödön von Horváth wird eingemeindet.
Was kommt dabei heraus, wenn Blixa Bargeld Nick Cave liest? Alles über den „Tod des Bunny Munro“ in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 27. Februar 2010.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 25. Februar 2010 stellte ich einen weithin vergessenen Text von Gottfried Benn und eine Neuerscheinung zum Thema vor, „Der Garten von Arles“. Van Gogh kommt auch drin vor.
Käßmann und die Promille: Implodiert der deutsche Protestantismus? Ein Kommentar vom 24. Februar 2010 schaut ins Innere.
Sehr empfehlenswert ist das Buch Gerold Grubers zur umstrittenen Frage, ob der Kirchenaustritt vor dem Standesamt überhaupt ein solcher ist. Mehr dazu in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 12. Februar 2010.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 6. Februar 2010 stellte ich die keinesfalls mürbe Hörbuch-CD des Daniel Glattauer vor, Kolumnen mit Schmäh.
Das war nix: Ein Comedy-Hörspiel namens „Wupp“ mit Kalkofe, Korittke und Pennälerklamauk. Alles Weitere in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 30. Januar 2010.
Zur Käßmann-Krise äußerte ich mich im Gastkommentar des Magazins „idea Spektrum“, Ausgabe 4 vom 27. Januar 2010 - nachzulesen hier.
Was ist von Google und der Debatte um den Großen Bruder zu halten? In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 23. Januar 2010 dachte ich darüber nach - über ein Unternehmen zwischen Hippietum, Weltverbesserung und Renditejagd.
Die Pius-Bruderschaft sandte dem Papst ein Dankesvideo. Ich habe mir die Innovation angeschaut: für die „Süddeutsche Zeitung“ vom 21. Januar 2010.
Zweifach zu lesen war ich am 19. Januar 2010 in der „Süddeutschen“: Ich erinnerte anlässlich seines 25. Todestages an Eric Voegelin - und ich ordnete die Rede Papst Benedikts XVI. in der römischen Synagoge in Joseph Ratzingers Theologie des Judentums ein.
Ein Wissenschaftsminister (Wolfgang Heubisch) und ein ehemaliger Kulturstaatsminister (Julian Nida-Rümelin) sollten über die künftige Bildungspolitik streiten. Es glückte nicht - alles Weitere unter dem Titel „Bachelorträume im Spitzenland“ in der „Süddeutschen“ vom 18. Januar 2010.
Dieter Bohlen darf wieder schweinigeln und pöbeln. Für „sueddeutsche.de“ betrachtete und analysierte ich am 14. Januar 2010 die siebte Auflage von „Deutschland sucht den Superstar“ - hier.
Am 23. Dezember 2009 stellte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ meine saisonale Lektüreempfehlung vor: Ein Buch von G. K. Chesterton über Weihnachtsbräuche, Weihnachtsriten, Weihnachtsbotschaft.
Ungewohnt leise Töne dringen aus der Hirnforschung in die Öffentlichkeit: Für Willens(un)freiheit sei man nicht zuständig. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 12. Dezember 2009 berichtete ich darüber.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 11. Dezember 2009 berichtete ich über die Verleihung des Meister-Eckhart-Preises an den Soziologen Amitai Etzioni, der bei Martin Buber in die Lehre ging. Axel Honneth hielt die Laudatio.
Die vorweihnachtliche Buch-Beilage der „Süddeutschen Zeitung“ ist am 8. Dezember 2009 erschienen. Darin plädierte ich für eine Wiederentdeckung aus dem 19. Jahrhundert: den fabelhaften Schelmen- und Bildungsroman „Kenelm Chillingly“ von Edward Bulwer-Lytton, der auch „Die letzten Tage von Pompeji“ und „Rienzi“ geschrieben hatte.
Am 8. Dezember 2009 betrachtete ich ausführlich, print wie online, für die „Süddeutsche Zeitung“ das debakulöse Hartz-IV-Fernsehen nachmittags bei RTL.
Ein schöner Artikel über Rainer Maria Rilke und seine diskrete Gönnerin Eva Cassirer kann in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 1. Dezember 2009 nachgelesen werden.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 28. November 2009 frug ich anlässlich des 40. Jahrestages des Inkrafttretens der katholischen Liturgiereform: Ist sie gescheitert?
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 23. November 2009 frug ich nach der Relevanz des neu gegründeten katholischen Arbeitskreises in der Union: Wächst hier ein innerparteiliches Oppositionsbündnis gegen Angela Merkel heran?
Das Dezember-Heft von „Cicero“ ist seit dem 19. November 2009 erhältlich. Sehr empfehlen kann ich ein Porträt des neuen Bundeswirtschaftsministers Brüderle unter dem Titel „Der Unterschätzte“.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 14. November 2009 rekapitulierte ich die vielen neuen Entwicklungen in der Debatte um die Zukunft der Kirchensteuer: „Die Feuerprobe“.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 11. November 2009 besprach ich das Hörbuch zu Sven Regeners Erfolgsroman „Der kleine Bruder“ - auch online zu überprüfen.
Unter der Überschrift „Wider die Glücksinflation“ machte ich mir in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 9. November 2009, ausgehend von einem philosophischen Buch Michael Hampes, Gedanken über den Boom der Glücksfibeln.
Das Hirntodkiterium und die Würdigung der Organspende sind längst nicht so unumstritten, wie es erscheint. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 28. Oktober 2009 dachte ich darüber nach, anlässlich des „Falles Violau“.
Eine schöne Hinterlassenschaft wurde publik: Jörg Hube liest Klaus Mann. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 26. Oktober 2009 stellte ich das Hörbuch vor.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22. Oktober 2009 ordnete ich die Wiederannäherung der Anglikaner an die katholische Kirche ein, in jener vom 23. Oktober 2009 berichtete ich über das Schicksal deutscher Rabbiner, die im 19. und 20. Jahrhundert weltweit Modernität exportierten.
Neues zur Kirchensteuerdebatte: In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 13. Oktober 2009 und in Ausgabe 10/2009 des „Vatican-Magazins“, ab dem 14. Oktober 2009 erhältlich und online nachzulesen.
Wie kommt die Schuld in die Welt? Gedanken darüber machte ich mir anlässlich eines Symposiums in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 14. Oktober 2009.
In der SZ-Literaturbeilage zur Buchmesse vom 13. Oktober 2009 besprach ich ein Buch zu Gottfried von Cramm und einem Tennismatch auf Leben und Tod.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 9. Oktober 2009 stellte ich ein Kompendium der kleinen Laster vor - der moralischen wohlgemerkt, nicht der automobilen. „Mein schwacher Wille geschehe“ ist das Werk betitelt. Lob und Tadel erfährt es.
Am 29. September 2009 deutete ich unter dem schönen Titel „Hier spricht ein Preuße“ Frank Plasbergs Palaver mit Dieter Hallervorden und Alice Schwarzer - bei sueddeutsche.de
Die „Frau hinterm Fastentee“ besprach ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 26. September 2009. Gemeint ist Hildegard von Bingen in Margarethe von Trottas neuem Film.
Meinen Nachruf auf die alte Tante SPD hat „Cicero“ seit dem 30. September 2009 online frei zugänglich gemacht.
Kurz vor Wahlkampftoresschluss wollten Politiker mit Kleine-Leute-Biographien punkten. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22. September 2009 - auch online - merkte ich dazu einiges an.
Kirchensteuer, die Zweite: In der „Süddeutschen Zeitung “ vom 18. September 2009 berichtete ich über den stürmischen Fortgang der Debatte und die „forcierte Selbstverdummung“.
„Buchhaltung im Breitwandformat“ ist meine Kritik des Dreier-Wahlkampfgipfels in der ARD vom 15. September 2009 überschrieben - online bei sueddeutsche.de
Kissler sah fern: Am 9.September 2009 die ARD-„Wahlarena“ mit Frank-Walter Steinmeier und am 11. September 2009 den Gipfel der „kleinen“ Parteien bei Maybrit Illner (ZDF) - jeweils bei sueddeutsche.de
Die NPD geht mit einem Entencomic auf Erpel-, pardon: Stimmenfang. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 26. August 2009 analysierte ich das Geschnatter, auch online.
Ein Buch mit feinen Bonmots und schönen Einsichten hat der Soziologe Hans-Peter Schwöbel vorgelegt - in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 25. August 2009 las ich es: „Heimat ist, indem sie wird“.
Die Gleichung Verchristlichung = Verbürgerlichung, neuerdings repetiert von Jörg Schönbohm, wird nicht aufgehen. Meint zumindest der Kulturjournalist in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22. August 2009. Mein Debattenbeitrag heißt „Trügerische Freundschaft“.
Ebenfalls in der SZ vom 22. August 2009 stellte ich einen Aufsatz vor, der die Totalitarismuskonzepte Raymond Arons und Eric Voegelins vergleicht - derzeit auch online nachzulesen: „In der Schmerzensstadt“.
In der „Süddeutschen Zeitung“ las ich am 13. August 2009 ein Buch zum Älterwerden und erblicke Senioren hinter Gittern – online auch.
Über zwei Versuche, Schönheit und Behinderung, aber auch Behinderung und Politik zusammenzudenken, berichtete ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 11. August 2009 - online frei einsehbar.
Die Debatte ist entbrannt: Brauchen Kirchen Kirchensteuer? Ebenfalls in der SZ vom 11. August 2009 fand sich mein Beitrag hierzu, dito online.
Ein exquisites Sammelgebiet, auf dem sich Kunst und Kultus kreuzen, stellte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 8. August 2009 vor: Reliquien. Man lese nach!
In der selben Ausgabe wurde auch mein Buch annociert. Es heißt noch immer „Dummgeglotzt“ und freut sich in Zeiten kollabierender ZDF-Nachrichtenstudios ganz außerordentlich über Neu- und Wissbegierige.
Knut Hamsuns Roman „Hunger“ ist nun auch in der Rezitation Oskar Werners greifbar. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 1. August 2009 spitzte ich die Ohren.
Mit den Bruchstellen und Bögen bundesdeutscher Bildungspolitik beschäftigte ich mich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 29. Juli 2009 - auch online.
Unter der Überschrift „Eine Wunde, die nicht heilen will“ berichtete ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 20. Juli 2009 über den Richtungsstreit innerhalb der Priesterbruderschaft St. Pius des Zehnten.
Bleibt von Johannes Calvin eine Ikea-Theologie? Diese Frage warf eine (nicht rundum geglückte) Tagung auf, über die ich am 15. Juli 2009 in der „Süddeutschen Zeitung“ berichtete.
In Eichstätt widmet man sich dem Hl. Augustinus. Unter der Überschrift „Von Rätseln, Abgründen und dem brennenden Herzen der Liebe“ dachte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ am 7. Juli 2009 über die Ausstellung und ihren Helden nach.
Peter Sloterdijk war in München, seine bunten Blasen fing ich ein: für die „Süddeutsche Zeitung“ vom 6. Juli 2009.
In der Juli-Ausgabe 2009 des evangelischen Magazins „Chrismon“ war ich mit einer Reportage vertreten über das erblühende Leben des liberalen Judentums in Deutschland, wo auch seine Wiege stand.
Wer wissen will, warum die umstrittene Exzellenzinitiative für Deutschlands Universitäten ein großer Segen sei, der sollte dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrates zuhören, Peter Strohschneider. Ich habe es staunend getan und berichtete darüber in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 4. Juli 2009 - auch online.
Denkwürdiges geschah: Martin Mosebach und Reinhard Marx sprachen vor großem Publikum miteinander und über alte und neue Liturgie und die Schönheit, und kaum wollten sie streiten. Kann das sein? In der „Süddeutschen Zeitung“ ging ich der Frage am 2. Juli 2009 nach.
„Bohrung zum Grund des Glaubens“: Unter diesem Titel versuchte ich mich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 30. Juni 2009 an einer Einordnung des „Sensationsfundes“ im Paulusgrab zu Rom.
Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 2009 80 Jahre alt. In der „Süddeutschen Zeitung“ stelltee ich gleichentags sein Nachdenken über die innerweltliche Sprengkraft des jüdisch-christlichen Erbes vor. Der Titel lautete „Das verfehlte Leben und eine Zumutung, die retten kann“. In derselben Ausgabe ordnete ich ein neues Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ein. Künftig darf der Zentralrat der Juden nicht mehr der alleinige Zuwendungsempfänger staatlicher Unterstützung für die jüdische Gemeinschaft sein.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 17. Juni 2009 war ich mit drei Beiträgen vertreten: einer Betrachtung über die Kultur als Krisengewinnerin, einer Besprechung der Ausstellung „Orte des Exils 03“ im Jüdischen Museum München und, einen Tag vor der Bundestagsdebatte, einigen Gedanken zu Sterbehilfe und Patientenverfügung, ausgehend von dem Buch „Die Todesengel“ .
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 9. Juni 2009 stellte ich Michael Brenners „Kleine jüdische Geschichte“ vor und frage auch: Wo war Mose?
Ein roter Doppeldecker mit neoatheistischer Werbebotschaft zuckelt durch Deutschland. Was ist von der „säkularen Buskampagne“ zu halten? Was will sie wie mit welcher Erfolgsaussicht erreichen? Mein Artikel von 6. Juni 2009 schaute dem Spielmobil zu.
Der „Deutsche Ethikrat“ lud zu seiner ersten Jahrestagung nach Berlin. Thema war die Hirnforschung. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 2. Juni 2009 fasste ich zusammen und frage: Ethikrat, quo vadis?
Seit dem 28. Mai ist die Juni-Ausgabe des Magazins „Cicero“ erhältlich. Es enthält u.a. meinen Nachruf auf „Deutschland sucht den Superstar“ und das sozialdarwinistische „Bohlenprinzip“.
Wenn ein Jurist und ein Schriftsteller aufeinander treffen, muss es nicht hohl klingen – im Gegenteil: Paul Kirchhof und Ernst-Wilhelm Händler haben es bewiesen. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 28. Mai 2009 resümierte ich die Begegnung.
Der dichterische Kosmos des Rudolf Borchardt wird noch immer vermessen. Eine Tagung bündelte die neuesten Erkenntnisse, in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 27. Mai 2009 berichtete ich darüber.
Warum tut sich das Zentralkomitee so schwer, Deutschlands Katholiken angemessen zu vertreten? In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 25. Mai 2009 versuchete ich mich an einer Antwort.
Merkel war bei Maischberger und erzählte von einem Sauna-Besuch anno 1989. Was es sonst zu diesem denkwürdigen Auftritt zu sagen gibt, schrieb ich am 20. Mai 2009 für das Online-Angebot der „Süddeutschen Zeitung“ auf.
Benedikt XVI. stand vor seiner heikelsten Mission. Er besuchte das Heilige Land und Jordanien. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 6. Mai 2009 lotete ich die Chancen und Risiken aus. „Schon Paulus wurde missioniert“ ist der Artikel überschrieben.
Thinktank heißt das „Magazin von Berlinpolis“. Erschienen ist die Ausgabe Frühjahr 2009 am 4. Mai 2009. Darin bin ich mit einem Aufsatz vertreten: „Geist, Geselligkeit und Genom - Von der Moralfähigkeit des Menschen und der Neubegründung des Politischen“. Auch online (pdf) darf mitgelesen werden.
Die Mai-Ausgabe des Magazins „Cicero“ erschien am 23. April 2009. Darin machte ich mir Gedanken über den Aufstieg des Freiherrn zu Guttenberg und den „Darling-Faktor“.
In der SZ zum Gründonnerstag, am 9. April 2009, schilderte ich eine römische Szene: Über den Zusammenhang von Glaube und Psychologie sprachen in der deutschen Botschaft Kardinal Cordes und Rocco Buttiglione.
Am 24. März 2009 betrachtete ich für die SZ die ins Sturmfeuer der Kritik geratenen Texte des Zweiten Vaticanums neu. Hier kann die Lektüre online sehr empfohlen werden.
Am 21. März 2009 resümierte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ eine hochkarätig besetzte Münchner Tagung zu den drei monotheistischen Weltreligionen. Ist eine wirkliche Verständigung möglich? Der (leider sehr mangelhaft redigierte) Text ist online einsehbar.
Der Kapitalismus hat derzeit keinen guten Ruf. Gerade deshalb ist das Interesse zumindest in den USA an Ayn Rand ungebrochen. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 17. März 2009 stellte ich Werk und Leben der einflussreichen Hohenpriesterin des Kapitalismus vor.
Das Schweizer Magazin „Factum“ hat mich für Ausgabe 3/2009 interviewt. Thema ist der Amoklauf zu Winnenden. Die Überschrift lautete: „Explosion des Bösen.“ Der Text ist nur in der Print-Ausgabe erhältlich. Interessenten kann ich aber eine pdf-Datei zusenden.
Zweimal bin ich hinabgestiegen in die Untiefen geistferner Populärkultur, beide Expeditionen können nun online nachverfolgt werden: jene vom 24. Februar 2009 über ein neoatheistisches Kinderbüchlein und jene vom 26. Februar 2009 über Heidi Klum und ihre „Topmodels“. Chinchin!
Marcel Lefebvre und seine Bruderschaft sind in aller Munde. Wer aber ist der ehemalige Erzbischof von Dakar eigentlich gewesen? Nicht die ganze, aber einen Teil der Wahrheit erzählt seine erste Biographie. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 16. Februar 2009 stellte ich sie vor.
Hirntod, Sterbehilfe, Menschenwürde: Breit gespannt waren die Themen einer Tagung an der Tutzinger „Akademie für politische Bildung“. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 13. Februar 2009 berichtete ich darüber und frage: Ist Freiheit nur die Wahl zwischen verschiedenen Graden der Abhängigkeit?
Gesine Schwan wollte Bundespräsidentin werden. Ihr Wahlprogramm ist ein Gespräch in Buchform, betitelt „Woraus wir leben“. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 6. Februar 2009 dachte ich über dessen Leitlinien und Stolperfallen nach.
Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte. Im Fall der Wiederannäherung von Kirche und Piusbruderschaft erzählete ich diese bei Cicero online, abrufbar seit dem 31. Januar 2009: „Lefebvre und der Papst.“
Die Februarausgabe des Magazins „Cicero“ erschien am 29. Januar 2009. Auf Seite 56f. stelle ich unter der Überschrift „Generation Guido“ die Frage: Warum eigentlich gewinnt die FDP derzeit so rapide an Anziehungskraft? Der Artikel ist bei Cicero online frei zugänglich.
Demnächst wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden, ob die bisher praktizierte staatliche Förderung des Judentums mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Hintergründe und die möglichen Folgen diskutierte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 29. Januar 2009.
Ist es an der Zeit, den Schriftsteller Léon Bloy neu zu entdecken? Unter der Überschrift „Gott Dollar schützt seine Gläubigen nicht“ plädierte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 12. Januar 2009 dafür.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 8. Januar 2009 stellte ich die neue Ausgabe des Berliner Journals „Fuge“ vor, in dem die „neubürgerliche Werte-Seuche“ heftig und süffig kritisiert wird.
Gab es 2008 einen „Triumphzug der Nebensächlichkeit“? Anhand dreier Superstars behauptet dies zumindest mein Artikel vom 30. Dezember 2008. Und im keineswegs unironischen Jahresrückblick im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“ vom 31. Dezember 2008 war ich glossarisch vertreten. Wer den nur mit Kürzel gezeichneten Beitrag errät, darf sich gerne beim Autor melden.
Der hochdekorierte Video-Blogger Matthias Matussek hat ein Buch geschrieben über Achtundsechzig, über Drogen, Aufbrüche und sich. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 29. Dezember 2008 beugte ich mich darüber.
Die „Tagespost“ vom 20. Dezember 2008 vermutet einen Zusammenhang zwischen Erleben und Ableben. Roger Kusch kommt in diesem meinem Artikel vor, er hat es rasch mitbekommen.
Unter der Überschrift „Das Donnerwort Gerechtigkeit“ resümierte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15. Dezember 2008 eine Debatte mit Jürgen Habermas und Axel Honneth über eben das: die Frage, was Gerechtigkeit sei und ob der Staat dafür zuständig sein muss.
Der Journalist Klaus Ungerer hat seinen ersten, durchaus originellen Roman vorgelegt, „Alles über die Welt“. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 4. Dezember 2008 resümierte ich: „Nur dort also hat die Welt eine Ordnung, wo sie in Ordnung ist. Einstweilen müssen wir genau deshalb vorlieb nehmen mit dem Alphabet und mit geträumten Zettelkästen wie diesem.“ Auch online ist meine Kritik zugänglich.
Die Biographie des Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke besprach ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 27. November 2008 - auch online zu finden.
Deutschlands einziges Trappistenkloster wagt neue Wege: Künftig wird man sich im Klosterleben wie in der Liturgie wieder an den vorkonziliaren Bedingungen ausrichten. Über dieses päpstliche Privileg berichtete in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 26. November 2008, auch online.
Am 8. November 2008 wurde in München das Oratorium „Joram“ nach dem gleichnamigen Versepos von Rudolf Borchardt uraufgeführt – 75 Jahre nach der Vertonung durch Paul Frankenburger, der sich später Paul Ben-Haim nannte. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom selben Tag stellte ich dieses singuläre Monument jüdisch-christlicher Kultursymbiose vor, online hier.
Am 6. November 2008 berichtete ich in der „Süddeutschen Zeitung“ über das Buch von Mathias Schreiber zur Unsterblichkeit der Seele.
Der erste Band der „Gesammelten Schriften“ von Joseph Ratzinger ist erschienen. Sein Thema ist die Liturgie. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 27. Oktober 2008 besprach und bewertete ich ihn ausführlich.
Joachim Fest hinterließ ein weitgespanntes Werk an Essays zu Literatur und Kunst. Einige davon bespreche ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15. Oktober 2008. Meine Kritik mündet in das Fazit, bedenkenswert bleibe „auf unabsehbare Zeit: Formenflucht ist oft nur Freiheitsscheu.“
Am 14. Oktober 2008 erschien die Buchmessen-Beilage der „Süddeutschen Zeitung“. Darin findet sich aus meiner Feder eine Kritik des Romans „Im Park“ von Christian Haller, Prädikat: besonders lesenswert - auch, mit verändertem Titel, online zu begutachten.
Auch das gibt es anno 2008: einen „Kunstpreis Blasphemie“. Meiner Chronistenpflicht gehorche ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 13. Oktober 2008. Mittlerweile hat der blasphemische Veranstalter, der „Bund für Geistesfreiheit“, darauf reagiert und den Journalisten rezensiert: hier!
Unter der Überschrift „Licht auf die finstere Seite“ besprach ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 24. September 2008 die neue Ausstellung im Jüdischen Museum München, „Stadt ohne Juden“ – Lektüre und Besuch seien gleichermaßen empfohlen, Ersteres auch online.
Warum eigentlich tun sich viele Bischöfe so schwer mit der Liberalisierung der Alten Messe? Darüber schreibe ich ausführlich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 21. September 2008, online hier.
In der Oktoberausgabe des Kulturmagazins „Cicero“ berichte ich im Rahmen des Themenschwerpunkts „Deutschlands wichtigste Vordenker“ über den anschwellenden, auch politisch brisanten Streit zwischen Natur- und Geisteswissenschaft – seit dem 18. September 2008 am Kiosk.
Das auch von mir vorgestellte „Schwarzbuch Waldorf“ wurde auf Antrag des „Bundes des Freien Waldorfschulen“ vorübergehend vom Markt genommen. Die Hintergründe schilderte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 16. September 2008 und online.
Am 15. September 2008 jährte sich zum hundertsten Mal die Ersterscheinung von Gilbert Keith Chestertons „Orthodoxie“. Aus diesem Anlass schrieb ich in der „Süddeutschen Zeitung“: „Von einem realistischen Standpunkt aus, der dem Menschen alle Bosheit zutraut, begehrt Chesterton auf. Er wendet sich gegen die zweckrationale ‚entwurzelte Vernunft’, gegen die endlose Suche nach Fragen statt nach Antworten, gegen die Überhöhung des Ichs zum ‚Gott im Innern’ und gegen die Politisierung des Glaubens.“
Papst Benedikt XVI. begann am 12. September 2008 seine Frankreich-Reise. Wird dort jene „positive Laizität“ sich durchsetzen, die Sarkozy wie Benedikt protegieren? Mehr dazu stand gleichentags in meinem Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“.
Der Reclam-Verlag hat ein ehrgeiziges „Kolleg Praktische Philosophie“ vom Stapel gelassen. Mein Zwischenfazit in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 9. September 2008 lautete: „Auf Wünschen und Interessen allein, auf Naturalismus und Evolution lässt sich keine Ethik bauen. Und die Moral hat kein Gastrecht im Haus der Soziobiologie.“
Ein „Schwarzbuch“ will die Waldorf-Pädagogik als esoterisch und die anthroposophische Lehrerausbildung als unwissenschaftlich entlarven. Was ist davon zu halten? Mehr dazu in einem Beitrag meinerseits in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 5. September 2008, auch online nachzulesen.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 3. September 2008 ging ich der Frage nach, inwieweit sich am Verhältnis zum nationalsozialistischen Staat die Wege von Ernst Jünger und Carl Schmitt endgültig trennten: „Jünger begriff nicht, weshalb der Jurist Kontakt halten musste zu einer verkehrten Öffentlichkeit, um vor ihr nicht ganz zu kapitulieren.“ Anlass sind zwei Neuerscheinungen aus dem Berliner Landtverlag.
Fast schon eine Ausgrabung ist der Mystery-Thriller „Father Elijah“ des kanadischen Autors Michael O’Brien. Er erschien 1996 im Original und kann nun auch auf Deutsch besichtigt werden: ein „außergewöhnliches und außergewöhnlich bekenntnisfreudiges, nur momentweise kitschiges Buch“ über den Kampf zwischen einem neuheidnischen „universalen Licht“ und dem christlichen Abendland. Meine Kritik war in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22. August 2008 zu finden.
Dass Freiheit und Ordnung einander bedingen, mag nicht immer einleuchten. So ist es aber. Mehr dazu in meinem Artikel über die „Freiburger Schule“ in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 18. August 2008.
Ein einzigartiges Monument der Exilliteratur gilt es neu zu entdecken: Stefan Andres’ ebenso satirische wie anrührende Faschismusparabel „Die Sintflut“, entstanden zwischen 1939 und 1958. Meine Besprechung fand sich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 14. August 2008. Dass man gewinnend auch die christlichen Legierungen der „Sintflut“ betrachten kann, versuche ich in einem gesonderten Beitrag vom 16. August darzulegen. Er kann hier nachgelesen werden.
Der katholische Theologe Johann Baptist Metz wurde am 5. August 2008 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass denke ich selbigentags in der „Süddeutschen Zeitung“ über Vergangenheit und Gegenwart der von Metz begründeten neuen politischen Theologie nach. Ob sie auch eine Zukunft hat?
Der „Neue Humanismus“ buhlt um Aufmerksamkeit: Was sind seine Zeile, was unterscheidet ihn vom Neoatheismus? Mehr dazu in der „Tagespost“ vom 15. Juli 2008.
Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera schreibt: „Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn außer im Lichte der Biologie.“ Darüber und über die vermeintlich erstrebenswerte „Einheit des Wissens“ berichtete ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 7. Juli 2008, auch online.
Bettina Schardt hinterließ einen Abschiedsbrief. Was sagt er aus? Wer war diese lebensmüde Frau aus Würzburg? Man lese hier meine Gedanken vom 10. Juli 2008 - und in einer erweiterten Fassung hier (pdf).
Der aufgedunsene Staat bundesdeutscher Prägung legt das Gemeinwohl in Fesseln und trägt zur Entsolidarisierung bei: Diese These entfalte ich in der „Tagespost“ vom 3. Juli 2008. Der Beitrag kann online nachgelesen werden, was ich natürlich sehr empfehle.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 30. Juni 2008 fasse ich die aktuelle liturgische Rückbesinnung des Papstes zusammen: „Ganz ohne Frage bedient sich Benedikt XVI. mit vollen Händen aus dem Formenreichtum der tridentinischen bzw. gregorianischen Messe. [...] Kurienkardinal Castrillon Hoyos wusste jetzt in London zu berichten, laut Benedikt solle die Alte Messe ‚regulärer Bestandteil des liturgischen Lebens der Kirche’ werden, auch dort, wo keine Gruppe eigens darum gebeten hat.“
Auf den Seiten 2 und 3 der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 29. Juni 2008 fand sich meine Reportage zur Pluralisierung, ja Konfessionierung des hiesigen Judentums, überschrieben: „Sie trauen sich keine zehn Zentimeter weit über den Weg. In Halle an der Saale streiten sich zwei jüdische Gemeinden seit zwölf Jahren – um Geld und darum, wer in Deutschland Jude ist.“
Wann ist der Mensch eigentlich gewesen, tot, gestorben? Und weshalb gibt die Moderne auf diese Frage so unterschiedliche Antworten? Darüber denke ich nach in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 23. Juni 2008. Der Beitrag heißt „Die unliebsamen Reflexe der Toten. Ehe die Skelettmuskulatur erlischt, wird schon entnommen: Das Anschwellen der Debatte über den Hirntod und das Transplantationsgesetz.“
Er ist „Der Allgegenwärtige“, und so lautet auch die Überschrift meiner ausführlichen Betrachtung des Medienphänomens Johannes B. Kerner: „Meister der Surrogate ist Johannes Baptist Kerner und darum der ungekrönte König einer vielkanaligen Veranstaltung, die als Ganzes ein Instrument geworden ist zur industriellen Surrogatproduktion.“ Mehr dazu in der „Tagespost“ vom 21. Juni 2008 und komplett auch online.
Am 19. Juni 2008 erschien das „Vatican-Magazin“, die Doppelausgabe Juni/Juli. In der Rubrik „Disputa“ schreibe ich, durchaus subjektiv, über „68“. Der Beitrag heißt „Totgesagte leben länger: Barbarella und Charleys Tante“ Er ist auch online (pdf) zugänglich.
Die Debatte um die Sonntagabendshow „Anne Will“ nehme ich zum Anlass, den Übergang von der Politikverdrossenheit zur Politikallergie zu skizzieren – nachzulesen hier und in der „Tagespost“ vom 12. Juni 2008.
Die „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlichte am 11. Juni 2008 auf der ersten Seite des Feuilletons meine philosophische Betrachtung zum Fahnenwahn: „Flagge zeigen am Gefährt. Die EM-Begeisterung kann man auch mit Virilio deuten.“
In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 8. Juni 2008 erzählte ich die weithin beachtete Geschichte neu, wie und weshalb die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt bisher keinen neuen Präsidenten fand. Mein Artikel auf Seite 8 ist überschrieben: „Glaube im Rucksack“.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 29. Mai 2008 stellte ich Stefan Samerskis biographische Skizze zu Johannes Paul II. vor. Mein Fazit: Laut Samerski sei der polnische Pontifex „gescheitert in seinem Kampf, die politische Bedeutungslosigkeit des Amtes durch eine Forcierung des politischen Zuschnitts zu überwinden. Wenn der Eindruck nicht täuscht, hat sich sein Nachfolger für die gegenteilige Strategie entschieden.“
Nach dem Zusammenhang einiger biopolitischer Tendenzen mit der sogenannten naturalistischen Ethik, wie sie nun auch im Reclam-Verlag protegiert wird, fragte ich in der „Tagespost“ vom 24. Mai 2008. Meine Überlegungen sind hier nachzulesen.
Anlässlich der Entscheidung des britischen Unterhauses, Mensch-Tier-Chimären zuzulassen, beleuchtete ich ein wenig die dortige bioethische Debattenlage – nachzulesen auf der Seite 2 der „Süddeutschen Zeitung“ vom 21. Mai 2008.
Unter dem Titel „Suspekte Lümmel, stark für Deutschland“ berichtete ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 19. Mai 2008 über neue Erkenntnisse zum Fußball im Nationalsozialismus. Der Artikel ist online frei zugänglich.
Warum eigentlich und wie wurde Mission ein derart heikler Begriff, dass er nur noch in säkularen Zusammenhängen statthaft, dort aber allgegenwärtig ist? Meine Gedanken hierzu finden sich in der „Tagespost“ vom 10. Mai 2008. Sie sind auch online zugänglich.
Ein brisantes Thema hatte sich das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) in Essen vorgenommen: „Sakralbauten und Moscheekonflikte.“ In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 9. Mai 2008 berichtete ich ausführlich darüber.
Die Zeitschrift „Castrum Peregrini“, eine Spätfrucht des Kreises um Stefan George, hat leider das Zeitliche gesegnet. Einen Nachruf aus meiner Feder veröffentlichte die „Süddeutschen Zeitung“ am Freitag, dem 18. April 2008.
Im Vatican-Magazin 4/2008, das vom 16. April 2008 an im Zeitschriftenhandel erhältlich war, fand sich in der Rubrik „disputa“ ein Auszug aus dem „Aufgeklärten Gott“. Er ist überschrieben: „Warum die ‚Brights’ nicht sehr helle sind. Daseinsfrust und aberwitziger Optimismus: Wie der Transhumanismus der atheistischen Wissenschaft das Lebensgefühl des spätmodernen Menschen bestimmt.“
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 14. April 2008 besprach ich die Karlsruher Ausstellung „Volles Risiko! Glücksspiel von der Antike bis heute“. Zwar dort nicht vertreten, aber durch Lektüre vertraut ist mir der französische Philosoph Alain (1868 – 1951), mit dem ich gewissermaßen die Ausstellung durchwandere. In „Von der Liebe, von der Arbeit, vom Spiel“ schrieb er: „Alle Spiele finden sich vereint im Krieg, denn wer Krieg führt, will in einem Tage alle Fragen entscheiden.“
Zwei Tage vor der Abstimmung zum Stammzellgesetz dachte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 9. April 2008 über Für und Wider dieser umstrittenen Forschung nach: „In der Anhörung im Forschungsausschuss erklärte einer der Streiter für Klonen und Embryonenforschung, der Biomediziner Hans Schöler, nur eine zeitlich unbegrenzte Einfuhr werde den wissenschaftlichen Erfordernissen gerecht. Die Politik könne ihre Entscheidungsgewalt abtreten: ‚Wenn es darum geht, ob man diese Stammzelllinien importiert oder nicht, sollte man den Naturwissenschaftlern und Medizinern die Abwägungsentscheidung zugestehen.’ Anwalt einer solchen Entpolitisierung, letztlich einer Entdemokratisierung, ist die FDP, deren knapper Antrag ‚Entwurf eines Gesetzes für eine menschenfreundliche Medizin’ heißt. Er atmet den Geist der angelsächsischen Interessenethik, derzufolge jedes neue Interesse neue Abwägungen in Gang setzt. Das auf Einzelfallentscheidungen beruhende englische Rechtssystem ist Ausdruck eines solchermaßen institutionalisierten Utilitarismus’.“
Gemeinsam mit zwei Kollegen war ich zu Gast bei dem umstrittenen Schweizer Politiker Christoph Blocher (SVP). Das Gespräch veröffentlichte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ am 6. April 2008. Zur Bedeutung der Studentenproteste für die Schweiz erklärte er: „Die Achtundsechziger trugen Maos rote Bibel mit sich, hatten enge Verbindungen zu Kuba. Wie meistens in der Schweiz ging es weniger radikal zu als im Ausland. In den Terrorismus glitten sie nicht ab. Dennoch gab es eine Neigung zur Gewalt. Jede Ordnung galt als falsch.“
In der Osterausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22. März 2008 stellte ich Michael Wolfssohns Gedanken zum Verhältnis von Juden und Christen vor. Das neue Buch des Münchner Zeithistorikers hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits wandert er „nicht immer geschickt durch das Unterholz der Sprache“. Auch ist manche polemische Aktualisierung fragwürdig. Anderseits verdanken wir ihm wichtige Einsichten: „Die Geburt von Bürgertum und Demokratie vor genau 1938 Jahren aus dem Geist des rabbinischen Judentums ist nicht die einzige Pointe, die Wolffsohn bereithält. Dass es zur politischen Schubumkehr kam, deutet er nach dem Reiz-Gegenreiz-Schema: Jesus aus Galiläa setzte sie in Gang. Dessen ‚Botschaft von Nachsicht, Milde, Sanftheit, Liebe’ bedeutete eine Absage an die Priesterkaste einerseits und an die gewaltbereiten Widerstandskämpfer andererseits, die mit ‚Guerilla plus Terror’ die Römer vertreiben wollten.“
Die Literaturbeilage der „Süddeutschen Zeitung“ zur Leipziger Buchmesse erschien ebenfalls am 11. März 2008. Sie enthält unter der Überschrift „des bruders aufruhr wider alles niedre“ eine Kritik meinerseits zu Karl Christs neuem Werk, einer Annäherung an den unbekanntesten der drei Stauffenberg-Brüder, den Althistoriker Alexander von Stauffenberg, Mitglied des George-Kreises auch er: „In Orthographie, Semantik und Interpunktion blieb Alexander von Stauffenberg lebenslang Stefan George verpflichtet, weshalb auch seine hier abgedruckten Gedichte epigonal sind. Gerade dadurch aber vollbringen sie, was Kantorowicz ihnen auftrug, sind ‚primäre Quelle’, ein Fingerabdruck der Geschichte im Gedicht.“
Am 6. März entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, das als antisemitisch kritisiert Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott…?“ nicht zu indizieren. Dennoch ist die Debatte ein Grund, über die Nähe von Religionskritik und Judenfeindschaft nachzudenken. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 9. März 2008 habe ich es unter der Überschrift „Die Wut auf die Differenz“ getan: „Der jüdische Stachel treibt die Neoatheisten in die Nähe des Antisemitismus, ob Richard Dawkins oder Christopher Hitchens (‚Der Herr ist kein Hirte’), der den Horizont des Alten Testaments ‚bedrückend beschränkt’ nennt. Dergleichen Brachialaufklärung, die Vernunft und Glaubensferne ineins setzt, betrieb schon Ahnherr Voltaire, die vermeintliche ‚Sonne der Aufklärung’. Er unterstellte den Juden Kannibalismus, ihre Sprache sei ein Plagiat, ihre Leidenschaft für Massaker legendär.“
Bereits am 8. März 2008 wies die „Süddeutsche Zeitung“ in der Rubrik „Von SZ-Autoren“ auf die Neuerscheinung „Der aufgeklärte Gott“ hin: „Der kurzweilige Gang durch die Jahrhunderte endet auf einem blauen Sofa. Dort trifft der Autor schließlich seinen Antipoden, Richard Dawkins.“
Noch ehe am 3. März 2008 in Berlin die Anhörung zum Stammzellgesetz begann, machte ich mir gleichentags in der „Süddeutschen Zeitung“ Gedanken über den Charakter dieses Expertentreffens: „Vom Idealbild eines herrschaftsfreien Diskurses bleibt unter diesen Bedingungen wenig. Jeder Sachverständige legt exakt dar, warum er jene Position unterstützt, deren Agenten ihn gerufen haben. Auch ein dutzendfach vervielfältigter Lobbyismus bleibt Lobbyismus, bleibt das, was Theodor W. Adorno scharf auf den Begriff brachte: Ticketdenken.“
In der Wochenzeitung „Das Parlament“, herausgegeben vom Deutschen Bundestag, bedachte ich in Ausgabe 8 vom 18. Februar 2008 die Fundamente und Folgerungen des Streits um eine Liberalisierung des Stammzellgesetzes: „Alternativen, die an Dramatik nicht zu überbieten sind, stehen seit dem vergangenen Donnerstag auf der Agenda des Bundestages. Nimmt man die konkurrierenden Anträge und Entwürfe beim Wort, sind in der Debatte um Revision oder Bekräftigung des Stammzellgesetzes die Kernfragen unseres Zusammenlebens berührt: Was ist der Mensch, was darf er hoffen, soll er tun, muss er lassen?“
Nachdem die Mitglieder des „Deutschen Ethikrates“ von Bundestag und Bundesregierung bestätigt worden waren, fragte ich nach deren Objektivität. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 17. Februar 2008 stand unter dem Titel „Im Zweifel für die Forschung“ zu lesen: „Ganz prinzipiell wäre zu fragen, ob ein Ethikrat, der zu einem Viertel aus Juristen besteht, nicht andere Sichtweisen verdrängt. Jüdische und islamische Stimmen fehlen ganz."
Das „Vatican-Magazin“ (problemlos erhältlich oder bestellbar im Zeitschriftenhandel) publizierte in seiner Ausgabe 2 vom 14. Februar 2008 eine Bilanz der „Lehmann-Ära“ der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Sie ist mit dem Zitat „Endlich wieder Zeugnis geben“ überschrieben und online zugänglich (PDF). Die Lektüre empfiehlt sich sehr, da es keine vergleichbar intensive Annäherung gibt an diese Epoche und an die Gestalt, die sie prägte.
Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ veröffentlichte am 10. Februar 2008 im Vorfeld der Frühjahrsvollversammlung der DBK ein figurenreiches Tableau der Kandidaten für den vakanten Vorsitz: „Wer auch immer die Nachfolge von Kardinal Lehmann antreten wird, er steht vor jener doppelten Herausforderung, mit der soeben das Bistum Hildesheim eine Meldung überschrieb: ‚Aufbruch und Abbruch’.“
Für das Online-Projekt „Die Gesellschafter. In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ verfasste ich einen Tagebucheintrag. Er erschien am 2. Februar 2008 und kommentierte die Meldung über die erstmals geklonten menschlichen Embryonen.
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 24. Januar 2008 besprach ich zwei sehr unterschiedliche Bücher über Stand und Zukunft der biomedizinischen Verheißung, „Gott spielen“ von Stefan Rehder und „Perfektionierung des Menschen“ von Bernward Gesang. Der „Perlentaucher“ fasste den Tenor recht zutreffend zusammen.
Das „Vatican Magazin“ druckte in Ausgabe 1 vom 21. Januar 2008 mein Porträt des neuen Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke (PDF) eines Mönchs und Umweltschützer, der zugleich für eine neue Wurzellehre des Glaubens plädiert. Es endet mit den Worten: „Sollte Hankes Ideal einer Rückführung des deutschen Episkopats auf dessen geistlichen Glutkern durchdringen, dann stünde das katholische Deutschland vor einem Neuanfang, wie er radikaler nicht gedacht werden kann.“
In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 20. Januar 2008 thematisierte ich unter der Überschrift „Zwischen Stammzellen und Stammwählern“ die Verwerfungen innerhalb der CDU, die der neue biopolitische Kurs unter Merkel und Schavan ausgelöst hat: „Was für die SPD die Gewerkschaften sind, das sind für die Union die Kirchen: bevorzugte Gesprächspartner in Sachen weltanschauliche Orientierung. Auch im neuen Grundsatzprogramm heißt es: ‚Unsere Politik’ beruhe ‚auf dem christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott.’ Unter Punkt 233 findet sich ein Plädoyer für die ‚Beibehaltung des konsequenten Embryonenschutzes.’ Der langjährige Bioethik-Experte der CDU, Hubert Hüppe, berichtet denn auch von Landesverbänden, in denen es wegen der neuen Linie der Parteiführung zu Austritten gekommen sei.“
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15. Januar 2008 berichtete ich über Papst Benedikts XVI. Vorliebe für die „Alte Messe“, die ihn veranlasste, in der Sixtinischen Kapelle versus dei statt versus populum zu feiern: „Der Volksaltar blieb im Depot. Stattdessen zelebrierte Joseph Ratzinger am eigentlich dafür vorgesehenen Hauptaltar, direkt unter Michelangelos ‚Weltgericht’, das Kreuz im Blick und nicht die Gemeinde. [...] Nun wäre es in Benedikts Sinn, wenn auch andernorts der Volksaltar verschwände, sofern er eine historisch gewachsene Bausubstanz verunstaltet.“
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 11. Januar 2008 schilderte ich meine Eindrücke einer Festveranstaltung für Hans Lamm, den langjährigen Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern: „Vieles, was Lamm nach dem Ende des amerikanischen Exils anpackte, war eine Erstlingstat. Allein durch seine Heimkehr, zunächst als Journalist, dann als Dolmetscher bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, gehörte er einer Minderheit an. Nur vier Prozent der emigrierten Juden entschlossen sich zu diesem Schritt. Außerdem verfasste er 1951 die erste Dissertation über das ‚deutsche Judentum im Dritten Reich’ aus jüdischer Perspektive.“
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 10. Januar 2008 stellte ich zwei neue Veröffentlichungen zu einem brisanten Thema vor, der Rolle des Münsteraner Bischofs Clemens August von Galen im Dritten Reich. Nach der Lektüre von „Streitfall Galen“ (hg. v. Joachim Kuropka) und „Ein Kirchenfürst im Nationalsozialismus“ (hg. v. Hubert Wolf) gelange ich zum Ergebnis: „Der 2005 selig gesprochene von Galen war, nimmt man alles in allem, weniger tumb, weniger wankelmütig, als es seine nachgeborenen Kritiker insinuieren. Er war kein strahlender Held, kein Freiheitskämpfer reinsten Wassers, als den ihn sein Verehrerkreis profiliert. Er war einer der wenigen Deutschen, die in bedrückender Zeit das Gebot der Stunde erkannten.“ Auch hierzu verfasste der „Perlentaucher“ zwei Rezensionsnotizen.
Das alte Jahr endete mit zwei sehr verschiedenen Arbeiten: Als Gastbeitrag für „Die Tagespost“ schrieb ich einen am 29. Dezember 2007 erschienenen Essay über den Aufstieg des Atheismus zur Weltdoktrin. Er ist online leicht greifbar.
Wenige Tage zuvor, am 21. Dezember 2007, war ein Sonderband in der für jeden Germanisten unverzichtbaren „edition text + kritik“ erschienen, Rudolf Borchardt gewidmet. Darin findet sich mein Aufsatz „Ein fremdes Blut in deinen Adern. Rudolf Borchardt und das Judentum.“
Für die „Süddeutsche Zeitung“ las ich Robert Schneiders humoristischen Roman „Die Offenbarung“. Der Autor interessiert mich auch deshalb, weil ich sein Theaterstück „Dreck“ 1994 am Schauspiel Luzern und im Schauspielhaus Zürich inszenierte. Die Kritik, erschienen am 6. Dezember 2007 und dem „Perlentaucher“ nicht entgangen, beginnt mit einem Fazit: „Alles an diesem Buch ist romantisch: Das Ineinander von Weltgeschichte und Provinz, Kunst und Alltag, derbem Ton und hohem Stil, die Geburt der Ironie aus dem Geist des Raffinements und nicht zuletzt der formgebende Ehrgeiz, den Kosmos in einer Nussschale zu fassen.“
Ausnahmsweise online zugänglich ist meine Lektüre der päpstlichen Enzyklika „Spe salvi“ vom 1. Dezember 2007. Sie ist in der Print-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung „Ewig währt am längsten. Auch die Kirche muss durchs Fegefeuer“ betitelt, im weltweiten Netz etwas irreführend hingegen „Glückstag für Tyrannen“.
Am 27. November 2007 informierte ich in der „Süddeutschen Zeitung“ über den Auslieferungsstopp für einen Band der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe: „Das zuletzt 2004 neu aufgelegte Werk mit dem Titel ‚Gesammelte Aufsätze zur Literatur’ enthält eine Buchsprechung Steiners aus dem Jahre 1888, der von mehreren Seiten Rassendiskriminierung und Volksverhetzung vorgeworfen wurde.“
Zu einer Tagung über die „Josephs“-Romane von Thomas Mann hatten sich mehrere Kulturwissenschaftler, darunter Jan Assmann, Klaus Berger und Dieter Borchmeyer, in München versammelt. Der ausführliche Bericht hierzu stand am 20. November 2007 in der „Süddeutschen Zeitung“: „Tatsächlich leuchtet es den Menschen der Moderne unmittelbar ein, dass mit der Geburt des Monotheismus ein Anspruch auf Unfehlbarkeit in die Welt trat und damit eine gewisse Unleidlichkeit, wenn nicht gar Unerbittlichkeit. Spätestens seit Jan Assmanns tumultuösen Thesen über die ‚mosaische Unterscheidung’ und deren Gewaltpotential scheinen Eingottglaube und Krieg wieder verschwistert.“
Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ veröffentlichte am 28. Oktober 2007 unter dem Titel „Der Irritierende“ ein ausführliches Porträt von Deutschlands wohl umstrittenstem Bischof, Gerhard Ludwig Müller. Das Fazit dort lautet: „Sucht man nach einem Motto für die Denk-, Lebens- und Redeweise des Regensburger Bischofs, so findet man es in einem Kirchenlied: ‚Wir sind im Streite Tag und Nacht.’ Der Zwei-Meter-Mann mit den bubenhaft funkelnden Augen wurde aber nicht deshalb zum umstrittensten deutschen Oberhirten. Er wurde es auch nicht, weil er die Laienarbeit neu ordnete oder weil er keine individuelle Schuld im Fall Riekofen eingestehen mag. Er wurde zur wandelnden Irritation, weil er all jene Widersprüche in seiner Person bündelt, die ansonsten fein säuberlich auf die Schar der Bischöfe verteilt sind: Kulturkritik und Modernität, Antikapitalismus und Tradition, Bildung und Polemik, Stolz und Vorurteil.“
Viel und nicht das Schlechteste geschah zuvor. Fragen werden beantwortet.