Gehört werden.
Gern gesehene Gäste nannte man früher die notorisch anwesenden Experten. Manche trugen Fliegen oder rote Pullunder, damit jeder sich ihrer erinnere. Auch gelbe Pullover waren einmal sehr beliebt. Dergleichen Requisitenzwang waltet hier nicht. Dennoch freut sich der Kulturjournalist, wenn Funk und Fernsehen ihn laden.
Am 21. Juni 2010 war ich zu Gast in der Sendung „Theo.Logik“ im zweiten Programm des Bayerischen Rundfunks. Thema war der mediale Umgang mit der Causa Mixa.
Am 18. Juni 2010 sendete der Deutschlandfunk um 19h15 im „Kulturgespräch“ den Mitschnitt einer sehr interessanten Diskussionsrunde auf Schloss Neuhardenberg. Unter dem Titel „Nebel in den Niederungen“ wurde die Lage des deutschen Fernsehens beredet. Auch in der Neuhardenberger Schriftenreihe ist das Gesagte bald erhältlich, für charmante fünf Euro.
Am 19. April 2010 war ich zur Mittagszeit im Radio zu hören, abermals zum Pontifex: Fünf Minuten aus Köln, hier nachzuhören.
Am 17. April 2010 sprach ich bei MDR Figaro zum Fünf-Jahres-Jubiläum von Benedikt XVI. - online nachzuhören.
Im Kulturmagazin „Corso“ des Deutschlandfunks sprach ich am 23. November 2009 mit Mariette Schwarz über sinkende Quoten und schwindendes Niveau im Privatfernsehen.
Kardinal Meisner und die Nazi-Vergleiche: ein Kapitel für sich. Das jüngste kommentierte ich am 2. November 2009 im Kölner Domradio, nachzuhören, nachzulesen.
Das Bayerische Fernsehen zeigte am Mittwoch, dem 24. Juni 2009, um 19h00 eine Dokumentation Martin Posselts über Joseph Ratzinger, den Kardinalpräfekten. Dann und wann kam auch ich zu Wort.
Der Bayerische Rundfunk bietet mir etwa alle sechs Wochen in seinem zweiten Hörfunkprogramm die Gelegenheit zum aktuellen Kommentar. Die Sendung heißt „Zum Sonntag“ und beginnt, wie der Name vermuten lässt, samstags um 17h55 unmittelbar nach dem ebenfalls hörenswerten Format „Jazz und Politik“. Gerne sende ich die Manuskripte zu.
Einige der Themen waren:
Am 12. Juni 2010 die staatlichen Sparanstrengung und empfahl: Lernt von Joseph das rechte Maß! Typoskript wie Audiofile sind online zugänglich.
Am 28. November 2009 die Gründung der katholischen Plattform von CDU/CSU.
Am 26. September 2009 gestiegenen Austrittszahlen der Kirchen. Deutet sich hier die schmerzhafte Geburt einer „Kirche 2.0“ an?
Am 8. August 2009 der „Fall Zapp“ und die Weltlichkeit der Kirchen.
Am 14. März 2009 war das Thema, im Anschluss an eine Tagung der OSZE, Christenverfolgung im 21. Jahrhundert.
Am 10. Januar 2009 läutete ich das Calvin-Jahr ein: „Gerade 2009 kann es deshalb belebend sein, sich vom strengen Mann aus Genf sagen zu lassen: 'Das Vertrauen ist die gewisse Zuversicht unseres Herzens'.“
Am 11. Oktober 2008 war das Thema die Kapitalmarktkrise und die Angst vor der Befristung allen Daseins: „Niemand kann sagen, er habe die innere Kraft, überall und immer der Habgier zu entsagen. Nicht umsonst rechnet sie zu den Haupt- oder Todsünden der Menschheit. Sie ist keine Spezialgefährdung gewissenloser Spekulanten, sie ist einem jeden von uns eingeschrieben.“
Am 26. Juli 2008 sprach ich über die Frage nach dem Menschenbild, wie es sich momentan in den Debatten zur Sterbehilfe und zum Hirntod ausdrückt: "Wo der Mensch aber auf die Leistungsfähigkeit seines Gehirns reduziert wird, da schwindet die Menschlichkeit. (...) Wir müssen neu begreifen, dass in jedem Du ein Ich uns begegnet."
Am 24. Mai 2008 bewertete ich die Bereitschaft der Briten, Mensch-Tier-Chimären zu klonen: „Die Nachrichten aus England zeigen, dass ein Riss durch Europa geht. Im angelsächsischen Raum dominiert eine Ethik, die kein Prinzip für unumstößlich hält, kein Tabu für bewahrenswert. In Kontinentaleuropa schützt noch der hohe Rang der Menschenwürde vor derlei entfesselter Wissenschaft.“
Am 19. April 2008 stellte ich nach der Abstimmung im Bundestag zum Stammzellgesetz die Frage: Wieviel Kompromiss verträgt die Politik? „Gemeinhin wird ein Schlagabtausch, bei dem die Parteiführungen keine Linie vorgeben, Sternstunde genannt. Eine solche war diese Debatte nicht, beschränkten sich doch die allermeisten Redner darauf, ihre bekannten Positionen vorzutragen. Eine intellektuelle Auseinandersetzung mit der Gegenmeinung fand nicht statt. Neue Argumente waren nicht zu hören. Derlei Anstrengung scheuten die Parlamentarier, fühlten sie sich doch augenscheinlich sehr wohl bei der Vorstellung, einem Kompromiss zum Sieg zu verhelfen. In diesem Fall aber ist der Kompromiss Ausdruck eines kompromisslerischen Geistes, eines Ungeistes, der sehr nahe an der Gleichgültigkeit liegt.“
Am 23. Februar 2008 aus Anlass von dessen 125. Geburtstag der Philosoph Karl Jaspers: „Unter den Bedingungen des 20. Jahrhunderts zeigt Jaspers, dass selbst Skeptiker, Agnostiker, Naturwissenschaftler auf der Suche nach der Wahrheit ihres Tuns vom Glauben lernen können.“
Am 24. November 2007 Sterbehilfe und Dignitas: „Leicht ist es, sich selbstbestimmt zu dünken, solange man Herr seiner Sinne ist, solange jeder Schmerz vergeht und jede Anfechtung vorüberzieht. Der existentiell in Frage gestellte Mensch aber, der aus physischen oder psychischen, aus materiellen oder geistigen Gründen nicht ein und nicht aus weiß – dieser Mensch erfährt sich keineswegs als selbstbestimmt. Jeder Tag ist ihm ein Kampf gegen Mächte und Gewalten, gegen Ängste und Nöte, die über ihn bestimmen wollen. Und in einer solchen Lage soll ausgerechnet die dramatischste aller Entscheidungen, der Entschluss zum Tode, Ausdruck sein von Selbstbestimmung?“
Am 15. September 2007 der Streit um den Ethikrat und das Stammzellgesetz: „Selbst in den Kirchen und in sich christlich nennenden Parteien ging das Gespür verloren, dass unsichere Zwecke nicht dubiose Mittel heilen; dass es bessere Gründe braucht als vage Hoffnungen, um die Zerstörung menschlichen Lebens zu rechtfertigen.“
Am 19. Mai 2007 die Debatte zur erleichterten Organspende: „Das mittlerweile kaum noch umstrittene Hirntodkriterium stand am Beginn dieser Entwicklung hin zum Menschen als Ersatzteillager. Die Hirntoddefinition wurde 1968 eingeführt, damit ein Organe entnehmender Arzt nicht des Mordes angeklagt werden konnte. Diese Neudefinition bedeutete zugleich eine Verwissenschaftlichung des Todesbegriffes. Zuvor konnte jedermann nachprüfen, ob das Herz noch schlägt, ob der Mensch noch atmet. Seit 1968 ist es üblich, den Patienten an Maschinen anzuschließen und von diesen sich belehren zu lassen, ob die Hirnfunktion noch intakt ist. Auf diese Weise erst entstanden jene untoten Toten mit lebendigen Organen, die es vorhin nicht gab. Das aber heißt: Herr über Leben und Tod ist die Technik und ist der Staat, der über die Technik gebietet.“
Am 2. März 2008 war als „Evangelische Perspektive“ mein Essay zu hören: „Glaube und Vernunft. Die Auseinandersetzung mit den Neuen Atheisten.“ Er ist als Podcast zugänglich.
Ebenfalls bei Bayern 2 war am 24. März 2008 meine Einschätzung gefragt in einer Sendung der „Katholischen Welt“ (Autor: Clemens Finzer) zur umstrittenen „Katholischen Integrierten Gemeinde“. Ihr habe ich in meinem Buch „Der deutsche Papst“ ein Kapitel gewidmet.
» Podcast
Gleiches gilt leider nicht von dem am 14. April 2007 in derselben Sendereihe ausgestrahlten Gespräch zwischen dem Theologen Wolfgang Beinert und mir über eine Zwischenbilanz des Pontifikats Benedikts XVI.
Das Magazin „Theo.Logik“ (Bayern 2) widmete sich am Montag, dem 27. Oktober 2008, ab 21h30 der neu aufgeflammten Hirntoddebatte. Mit einem Kommentar war auch ich vertreten.
Kann der Schock über die Finanzmarktkrise zu einem allgemein menschlicheren, verantwortungsvollen Umgang miteinander führen? Darüber sprach ich am 15. Oktober 2008 um 12h15 life im Kölner Domradio. Das Interview ist online zugänglich.
Was hat eigentlich das Charisma in der Politik verloren? Darüber sprach ich, im Nachgang zu Helmut Schmidts Lafontaine-Schelte, am 15. September 2008 im „Journal am Mittag“ von MDR Figaro mit Michael Hametner.
Was will der Papst in Lourdes? Darüber sprach ich am 12. September 2008, ab 18h40 in der Sendung „Journal am Abend“ bei SWR 2 mit Thomas Ihm, online nachzuhören.
Der „Deutschlandfunk“ sendete am Sonntagmorgen, dem 11. Mai 2008, um 8h10 in der Sendung „Information und Musik“ ein Gespräch mit mir über die kulturelle Bedeutung von Pfingsten und des Elementes Luft.
Das Kulturprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks, MDR Figaro, hat mich am 15. Januar 2008 live in der Sendung „Das Journal am Nachmittag“ interviewt. Thema war der Rücktritt Karl Lehmanns vom Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz. Ebenfalls bei MDR Figaro war am 17. Februar 2008 meine Buchbesprechung von Michael Hochgeschwenders Studie über „Amerikanische Religion“ zu hören. Der Sendeplatz hieß „Aus Religion und Gesellschaft“. Im „Journal am Morgen“ habe ich am 3. April 2008 live die Meldung über die ersten Mensch-Tier-Zwitterwesen aus Newcastle kommentiert. Auch live zu hören war am Freitag, dem 11. April 2008, im „Journal am Mittag“ meine Einschätzung zur Liberalisierung des Stammzellgesetzes.
Am Freitag, dem 4. Juli 2008, war ich zu Gast bei „Schabat Schalom“ auf NDR INFO. Thema war die Pluralisierung des Judentums in Deutschland und der „Kampf um die Deutungshoheit“.
Gesehen werden.
Zur besten Sendezeit beschäftigte sich die ARD am Mittwoch, dem 6. Mai 2009, mit den "Ungleichen Brüdern" und dem "schwierigen Verhältnis von Juden und Christen". Der Film Richard C. Schneiders begann in der Nacht zu Donnerstag um 0 Uhr 15. Da sollte man mal ein Buch drüber schreiben...
Dreimal war ich Gesprächspartner in der ebenfalls rundum empfehlenswerten Sendung Kulturzeit bei 3sat. Am 11. Dezember 2007 sprach ich über anonyme Väter und patriarchale Allmachtphantasien im Zeitalter der Biopolitik, am 22. Januar 2008 anlässlich der vermutlich erstmals geklonten menschlichen Embryonen über die globalisierte Klonkultur, in der wir längst leben. Und am 5. März 2008 gab ich Antwort zum Indizierungsantrag gegen das Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott…?“ und zur möglichen Nähe von Atheismus und Antisemitismus. Die drei Gespräche sind komplett abrufbar in der Mediathek von 3 sat.
Am 13. Oktober 2007 sprach ich für die Kultursendung „aspekte“ und die „Süddeutsche Zeitung“ auf der Frankfurter Buchmesse eine knappe halbe Stunde mit Richard Dawkins. Das entsprechende Sitzmöbel war ein blaues Sofa, und so hieß auch die Sendung. Das Gespräch wurde life im ZDF-Dokukanal und im Internet übertragen. Einen Niederschlag fand das denkwürdige Ereignis im „Aufgeklärten Gott“ , im vorletzten Kapitel „Richard Dawkins und ich“. Es beginnt mit den Worten: „Meine Begegnung mit Richard Dawkins dauerte 28 Minuten. 26 davon fanden auf einem großen blauen Sofa statt, zwei in einem fensterlosen Raum mit grauen Plastikwänden. Kaffeekannen, belegte Brötchen, Wasserflaschen standen auf einem Tisch in der Mitte des Raums ohne Fenster…“
Am 29. August 2007 strahlte die ARD die Dokumentation „Der Papst und die Juden“ von Richard Chaim Schneider aus. Als Gesprächspartner zu dieser komplexen Problematik kam ich ausführlich zu Wort. Der Film wurde am Mittwoch, 7. Mai 2008, im Bayerischen Fernsehen wiederholt und am Freitag, 13. Juni 2008, bei 3sat.
Am 23. März 2007 wurde in der freitagabendlichen Talkshow „Nachtcafé“ des SWR über das „Schicksal Erbgut“ debattiert. Als kulturwissenschaftlicher Experte redete ich mit.
Sehr grundsätzlich und sehr persönlich ging es in einem dreiviertelstündigen Gespräch zu, das Wolfgang Küpper auf BR-Alpha mit mir führte. Es wurde am 2. und 3. Juni 2006 und am 3. und 4. September 2007 ausgestrahlt. Die Mitschrift ist online zugänglich.