Der Anfang von allem | 30. Juni 2008
Er habe sich gelangweilt, den ganzen Samstag: So groß muss die Langeweile des vielleicht fünfzehn-, vielleicht sechzehnjährigen Jungen gewesen sein, dass er den Satz zweimal in sein Mobiltelephon hineinsprach. Den ganzen Samstag über sei er zu Hause gewesen und habe sich gelangweilt. Kaum hatte er den Satz auf der gegenüberliegenden S-Bahn-Bank ein zweites Mal zu Ende gesprochen, da griff er in die Innentasche seiner Jacke, brachte ein zweites Telephon zum Vorschein, bearbeitete auch dessen Tasten geübt und nonchalant. Ob er einen weiteren Empfänger mit derselben Information beglücken wollte? Ich weiß es nicht. Der junge Mann verließ die Bahn, einem vermutlich langweiligen Sonntag entgegen.
Der Unterschied zwischen Trägheit und Muße ist schwer verständlich zu machen in einem Land, dessen dumpfes Dogma lautet: „Müßiggang ist aller Laster Anfang.“ Den Anschein von sinnvoller Beschäftigung versucht man noch in der trübsten Routine aufrechtzuerhalten – oder aber man streckt alle viere so weit und energisch von sich, dass jeder Gedanke als Verbrechen gilt gegen den selbst auferlegten Zwang zur Entspannung. Hektik oder Hobby, Leistung oder Leisure, ein Drittes darf es nicht geben.
Deshalb aber fehlt es an jener wahrhaft verstandenen Muße, die der Anfang ist von allem. Erst dann, wenn der Geist absichtslos, doch nicht destruktiv schweifen kann, wenn kein Zweck, höchstens ein Ziel ihm gesetzt ist, kann Phantasie entstehen und Zutrauen zu sich und anderen, kann jener Grund wachsen, auf dem alle Einsicht, alle Würde, alle Moral gedeiht. Nicht nur die Schönheit, die interesseloses Wohlgefallen provoziert, auch die Bildung und der Glaube können Oasen schaffen der Zweckfreiheit, Inseln der Muße, auf denen das Do-ut-des stillsteht.
Die Römer waren uns voraus. Sie nannten die Arbeit ein negotium. Geschäfte walten demnach da, „wo nicht Muße ist“, eben „nec-otium“. Die Muße ist das Primäre, sie setzt das menschliche Maß. Arbeit ist immer nur die Pause zwischen zwei Momenten der Muße.
Ein Weltbild hängt daran, das dem von Urlaub wie Arbeit gleichermaßen gestressten Menschen unserer Tage not täte. Schulen der Muße für jedes Lebensalter wären zu gründen (oder in die bestehenden zu integrieren). Wissensvermittlung ohne Spiel, Schein und Schönheit wäre als das zu brandmarken, was sie ist: eine traurige Veranstaltungen zur Zurichtung trauriger, da missverstandener, wechselweise über- und unterforderter Menschen. Schule, weiß noch das „Große Konservationslexikon“, ist „dem Wortlaute nach ‚Muße’, dann besonders gelehrte Muße“.
Keine Freiheit kann sein, wo die Muße fehlt, keine Verantwortung, keine Distanz zu sich selbst, kein Blick für andere, kein Mut und keine Demut. In diesem Sinne: Frohe Ferien!
Liebesspiel im Bundestag | 23. Juni 2008
Es muss am Sommeranfang liegen: Am selben Montag, an dem der „Spiegel“ unter der Überschrift „Fünfzig Jahre Emanzipation“ bang bilanziert, „was vom Mann noch übrig ist“, da stellt der „Focus“ schlicht „Die Ex“ auf den Titel und widmet sich dem „Geschlechterkrieg“. Lautet die Antwort aus München auf die Frage aus Hamburg, vom Manne sei immer die Frau übrig, die er hinter sich lasse? Dann wäre von Emanzipation, diesem konturenschwachen Begriff, ganz zu schweigen. Dann hätte sich wenig geändert an alter Väter Sitte, wonach sie es ist, die verlassen wird, und er es ist, der verlässt. „Der Ex“ ist für den „Focus“ utopisch.
Deshalb müssen wir eines vergessenen Jahrestags gedenken: Vor 25 Jahren hielt Waltraut Schoppe ihre erste Rede im Bundestag, und was und wie sie da redete, ist denkwürdig gerade an einem emanzipatorisch erhitzten Sommeranfang. „Die Grünen“ hatten gerade im Bonner Parlament debütiert. Man kultivierte noch sehr das „Anti-“ und „Un-“, war nichtbürgerlich, nichtautoritär, nichtprofessionell, nichteitel – das Gegenteil der Bündnisgrünen anno 2008. Waltraut Schoppe hatte sich dem Kampf gegen Patriarchat und Sexismus verschrieben.
In einer Debatte zum Paragraphen 218 und zu innerehelichen Vergewaltigungen sagte sie am 5. Mai 1983 recht laut und einigermaßen erregt: „Eine wirkliche Wende wäre es, wenn hier oben zum Beispiel ein Kanzler stehen würde und die Menschen darauf hinweisen würde, dass es Formen des Liebesspieles gibt, die lustvoll sind und die die Möglichkeit einer Schwangerschaft gänzlich ausschließen. Aber man kann natürlich nur über das reden, wovon man wenigstens ein bisschen versteht.“ Das Protokoll verzeichnet „Lachen, Tumult“.
Offenbar verstand die damals 40-jährige Schoppe allerhand von den nebenwirkungsfreien Körperfreuden, die zu protegieren sie einem künftigen Kanzler anempfahl. Dass einmal eine Kanzlerin dieser Herausforderung sich stellen könnte, lag jenseits des Horizontes von 1983. Auch Angela Merkel hat bisher, soweit wir wissen, sich noch nicht als erste Freudenspenderin ihres Staates erwiesen.
Inwiefern aber eine solche „wirkliche Wende“ ins Menschenfreundliche sich wenden könnte, bleibt unerfindlich. Der Staat, der heute sich anschickt, Thanatokrat zu werden, indem er die Grenzen des Menschseins politisch definiert, dies- und jenseits von Sterbehilfe, Rationierung, Embryonenproduktion – wäre ein solcher Staat nicht vollends zum Fürchten, wenn er sich auch noch die Lust politisch dienstbar machte? Eine Staatsaktion machte aus ihr?
Die Vertrauenskrise, unter der Politik und Staat heute leiden, liegt wesentlich daran, dass der Bürger kaum mehr in vor- und unpolitische Räume gelangen, in staatsfernen Regionen nisten kann. „Fast schon nachtrauern“ mochte Theodor W. Adorno 1944 der „verrufen bürgerlichen Trennung von Beruf und Privatleben“, gemäß derer „als unmanierlicher Eindringling mit Misstrauen gemustert wurde, wer in der Privatsphäre Zwecke verfolgte.“
Nicht nur Beruf und Privatleben sind heute meist unentwirrbar, auch Staat und Bürger sind es. Der Politik als dem Reich der Zwecke ist nichts mehr fremd, in einem nüchternen Sinne also „nichts mehr heilig“, denn damit wären ja zweckfreie und sinnvolle, unprofane und vieldeutige Erfahrungen gemeint. Steigen kann das Vertrauen, von dem ein demokratischer Staat zehren muss, nur dann, wenn dieser sich auch souverän bescheidet; wenn er nicht kindisch allüberall dabei sein will, gesehen und gefragt werden will, rechthaben will, züchtigen und zärteln.
Vielleicht hat hier Emanzipation ihr Recht – als Abkehr von der Kuratel des Staates, unter die der Bürger sich so gerne stellt. Dann wäre dereinst zu titeln: „Der Ex. Was von Papa Staat noch übrig ist.“
Lob der Eselei | 16. Juni 2008
Jede Sonntagszeitung griff diese Zahlen auf: Einen unglaublichen Preisanstieg, eine explosive Zunahme der Wertschätzung eines altgedienten Kämpen gibt es aus Anatolien zu vermelden. Besagter treuer Kämpe, ein Geschöpf, kein Mensch, wechselt in Anatolien für 180 Euro den Besitzer – wenn überhaupt. Vor einem Jahr mussten lediglich 26 Euro auf den Tisch des türkischen Hauses gelegt werden. Macht einen Anstieg auf fast das Siebenfache. Kaum eine Aktie, kaum ein Fußballstar kann da mithalten. Was also ist dem Grautier, dem Lasttier, dem Esel widerfahren?
Die Anekdote belegt aufs Anschaulichste den Zusammenhang von Globalisierung und Regionalisierung. Je mächtiger das Gemeinsame, das Einheitliche und Vereinheitlichende sich ausnimmt, desto stärker wächst das Besondere. Jenes bringt dieses hervor, denn auf ganz unterschiedliche Voraussetzungen trifft der Mahlstrom der weltweiten Bedarfsschöpfung. In Anatolien also hat der horrende Ölpreis viele Bauern dazu bewogen, vom Traktor wieder auf den Esel umzusteigen. Mit ihm werden nun – ungleich umweltfreundlicher, ungleich traditionaler – die Felder bestellt, die Früchte transportiert.
Kein Anlass ist diese Meldung, in eine vermeintlich romantische Naturschwärmerei zu verfallen und den aus der Not geborenen Schritt aus der Ferne zu verklären. Kein zivilisationskritisches „Zurück zur Natur!“ treibt die Kleinbauern, sondern die ökonomische Notwendigkeit. Insofern stehen auch sie unter dem Bann, unter dem alle Marktteilnehmer stehen, dem Bann von Angebot und Nachfrage. Öl wird stärker nachgefragt als angeboten, dem Esel ergeht es nun ebenso. Seine Knappheit ist jedoch ganz real, sein Vorhandensein oder Fehlen nicht minder, während auch die bloße Angst vor Knappheit den Ölpreis in die Höhe katapultiert.
Der Esel setzt, im Unterschied zum schwarzen Gold der Scheichs, die abendländische Phantasie in Gang. Der Esel steht geradezu in deren Zentrum. Nicht erst seit Robert Bressons filmischer Parabel von 1966 über den Esel Balthasar, sieht der Mensch sich im Esel immer mitverhandelt. Der Esel ist die geschundene Kreatur par excellence, nützlich, da genügsam, schwierig, da widerborstig. An ihm lassen sich infantile Lüstchen kühlen, an ihm zerbricht alles nur aufs Funktionale gerichtete Denken. Dass er nun die Lücken schließen soll, die eben ein solches Denken geschlagen hat, ist mehr als eine hübsche Pointe. Es ist seine ureigene Dimension, die er hier ausfüllt, das missachtete Stellvertretertum.
Das Tier, auf dem Jesus Christus nach Jerusalem einzog, der Kreuzigung entgegen, das Tier, das Dionysos über einen Sumpf trug, ohne das Wasser zu berühren, und das Alexander den Großen bös irritierte, als es einen Löwen tötete und so Alexanders Untergang bezeichnete – dieses Tier war auch der Gefährte von Silenus, dem Sohn Merkurs und Lehrer des Bacchus, einem betrunkenen, wohlgenährten Seher, der die Vergangenheit kannte und die Zukunft, das Glück aber und die irdischen Güter verachtete. Ohne den Esel ist das Abendland unvollständig.
Insofern ist seine Rückkehr an dessen Peripherie ein Zeichen vielleicht hierfür: Wir stehen noch immer auf den Schultern derer, die vor uns gingen. Gerade die wirbelnde Globalisierung wird, je länger sie dauert, desto mehr Eigensinn und Besonderheit hervorbringen, desto mehr Herkünfte herstellen. Und das ist keine Eselei.
Wehret dem Kerner | 9. Juni 2008
Vielleicht gab es einmal eine Zeit, da Johannes Baptist Kerner ein Journalist war. Vielleicht gab es sogar einmal eine Zeit, da er sich für das, womit er sich öffentlich beschäftigt, interessierte, er neugierig war auf Menschen, Tiere, Themen. Seit Johannes Baptist Kerner aber Köchen in die Töpfe schauen muss, ist er Deutschlands bekanntester Mundschenk, immer und überall. Auch wenn er im Studio eine Fußballeuropameisterschaft an- und absagt und also in die Kreisliga lächelt.
Die moderierte Kochsendung gelangt aus strukturellen Gründen in all ihrer Plapperhaftigkeit über das eine Statement nicht hinaus: Alfred Bioleks, des Grandseigneurs „Hmmm…“ und „Köstlich, wirklich köstlich“ kann der moderierende Vorkoster immer nur variieren – „schlussendlich“ (Urs Meier).
Johannes Baptist Kerner ahnt das, will es sich jedoch nicht eingestehen. Ohne ihn, so denkt er, wäre alles Lukullische nur Quark. Genießbar wird es erst, wenn er seinen Senf dazu gibt. Dieser Senf aber bleibt immer Sound, nie Inhalt. Bei Kochsendungen hört man darüber hinweg, dass ach die vielen Silben affirmativ nur meinen können „Wie machen Sie das?“ und so rhetorisch bekräftigen, verdoppeln, verhundertfachen, was im Bild der Fall ist.
Im ZDF-EM-Studio hingegen befindet Kerner sich in anspruchsvoller Lage. Das Geschehen wird nicht wie bei der Talk-Show oder in der Brutzelstunde im Moment des Redens Ereignis. Nein, er muss im Voraus oder im Nachhinein die Zeit besiegen. Das eigentliche Ereignis, das Spiel, liegt ihm gerade nicht auf der Zunge.
Und an derlei Einflusslosigkeit leidet Kerner ungemein, ist also forciert guter Dinge. Er wird zum mannigfachen Paradox, zum Nichts, das nervt, zur Gegenwart, die abwesend ist, zum Gesprächspartner, der im Duzen monologisiert. Eine typische Kerner-Eröffnung lautet: „Liege ich komplett daneben, wenn ich sage, dass?“ oder „Ist es so ganz falsch, wenn man feststellt, dass…?“ – und dann folgen Banalitäten der Güte, dass die Erde sich um die Sonne drehe, die Nacht auf den Morgen folge, ein Sieg immer wichtig, die Stimmung nach Niederlagen gedämpft sei. Gewährsmann Jürgen Klopp, bei der WM noch als Priapos von Mainz auffällig, hat die Mechanik durchschaut und lächelt nicht automatisch zurück, sondern gibt Kontra oder wird schmallippig: „Damit ist alles gesagt.“
Damit ist die Realutopie des Kerner benannt: Er ist ins Fernsehen gekommen, damit endlich einmal alles gesagt sei, und zwar von ihm, dem Baptist unter den TV-Blonden. Nirgends ist er weiter entfernt von dieser Utopie als vor, zwischen und nach den Fußballspielen, die ihn in die vollendete Machtlosigkeit, ins Schweigen nämlich, treiben. Dem Hamster gleich strampelt seine Zunge sich desto heftiger ab, je weniger die Handlung vom Fleck kommt, da sie andernorts längst beendet ist oder nicht begonnen hat.
Christian Schüle schreibt in seiner „Deutschlandvermessung“ (2006): „Der Entzug des Anspruchs durch die Verführung des Trivialen ist Allgemeingut geworden. Es ist die Kernerisierung des Fernsehens bei gleichzeitiger Entkernung. [...] Kerner ist die Inkarnation des deutschen Mittelmaßes sowohl wie die mittelmäßige Projektionsfläche des Deutschen.“
Viel wäre ergo gewonnen, wenn dereinst, in fernen Zeiten, bei dem K-Wort man wieder zuallererst an die Weinrebe dächte oder an den rebnamengebenden Dichter aus Schwaben. Justinus Kerner, hilf und sprich: „Die Zeit nur lindert Gram und Schmerzen, / Der Raum, o glaubt’s! tut nichts dabei; / Drum harret still, wo es auch sei, / Und lernt Geduld, unruhige Herzen!“
Patriotismus auf vier Rädern | 2. Juni 2008
Nun fahren sie wieder: Beim ersten Erscheinen der schwarz-rot-golden geschmückten Karossen zuckte ich zusammen und wähnte den Bundespräsidenten auf Durchreise. Die schiere Zahl patriotisch aufgehübschter Wagen belehrt mich eines Besseren. Ein nationales Großereignis naht, die Fußballeuropameisterschaft, und also werden die Landesflaggen aus dem Keller geholt, wo sie seit der Fußballweltmeisterschaft 2006 verstaubten. Man will wieder Patriot sein, 23 Tage lang, der Ereignisse wegen in Klagenfurt, Wien und Basel.
Wir wissen längst: Die Fahne an der Autoscheibe sei ein Fanaccessoire für den „FC Deutschland“, analog zum Schalke-04-Sticker an der Heckscheibe, nicht zur Flagge beim großen Gelöbnis; im Fahrtwind wehten da die sentimentalen Reste der „Du bist Deutschland“-Kampagne, Deutschland sei aber nur als Fußballverein massenkompatibel; dieser heitere, da unpolitische Patriotismus verschwinde so schnell, wie er gekommen sei.
Warum aber sind Autos die mobilen Platzhalter unserer Sehnsucht nach kollektiver Empathie, warum kaum Häuser, Gärten, Menschen?
Paul Virilio schrieb vor 33 Jahren, der Unbekannte, der Fremde, sei „schon nicht mehr der, der von fern kommt, sondern der, der gleich nebenan wohnt.“ Im wahrsten Sinne beschleunigt worden sei diese Verkehrung des Naheverhältnisses durch das Auto, das, wenn es am Straßenrand steht, „nichts ist als ein Sofa mit vier oder fünf Plätzen.“ Besteigt man es aber, fährt man los, dann entstehe „eine zweite Realität, die einer anderen Zeit“. Durch die hohen Geschwindigkeiten werde die Identität zugunsten der Konformität herabgesetzt. Das Auge bekomme eine Uniform.
Die ihrerseits standardisierte Nationalflagge am Scheibenspalt ist darum mehr als Klimbim. Sie ist ein romantischer Einspruch, sie sagt: Dieser Wagen ist trotz seiner hohen Geschwindigkeit Sofa geblieben, so individuell wie nur möglich; hier fährt einer von euch, hier lenkt ein freudebereiter, tränenfähiger Nationalmannschaftsfreund das Steuer. Hier also erhebt eine vergangene Zeit ihr Haupt, als der Nachbar noch vertraut, der Fremde noch fremd noch. Hier kannst du dir sicher sein, dass die Gesinnung offen liegt und dass sie lauter ist.
Das alles ist ein Paradox und ein Trugschluss obendrein. Für 23 Tage aber will die Nation der Illusion sich hingeben, man könne im 21. Jahrhundert postmodern sein und kleinnational zugleich, ultraschnell und sehr bodenständig, anonym und im Grunde doch ein Herz und eine Seele. Nur das Fahrzeug kann Transporteur sein solcher Gelüste, denn es flieht wie diese immerzu.