Jeder Terror hat ein Adjektiv

In schlimmen Zeiten und bei katastrophalen Nachrichten taugt das Selbstverständliche zur Rarität. Der Hinweis etwa, dass es keinen eigenschaftslosen Terrorismus gibt und sich dessen Bekämpfung nach der ihn je qualifizierenden Eigenschaft richten muss. Das Attentat von Barcelona (wie auch tags darauf jenes im finnischen Turku) rechnet dem muslimischen/islamistischen Terror zu. Wer diesen Umstand verschweigt, wird von der Trauerroutine nicht zur Bekämpfung vordringen. Davon handelt mein Kommentar (Link) vom 18. August 2017. Tags zuvor, am „Konter”-Donnerstag, blickte ich zurück auf die zwei TV-Auftritte der Bundeskanzlerin (Link). Frau Merkel will sich kümmern, auch und besonders um Afrika, und gerne gibt sie die protestantische Erweckungspredigerin.

Doch da waren und sind auch andere Themen, freilich. Ein augenverkleisternd betiteltes Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus” schreckt vor der Unschädlichmachung von Wahlständen und der Verunmöglichung von AfD-Veranstaltungen nicht zurück und genießt für solche undemokratischen Umtriebe höchste Sympathie, bis hinauf in Kabinettskreise – dazu der „Konter” (Link) vom 10. August: „Trillerpfeifen sind kein Argument”. Von der „Spiegel”-Bestsellerliste verschwand ein dem „Spiegel” nicht genehmer Beststeller über Nacht (Link zum Beitrag vom 27. Juli), wodurch sich die vermeintlich rein zahlengetriebene als „kuratierte” Liste entpuppte. Und manche Reaktion auf die linksextremen Gewaltexzesse beim Hamburger G20-Treffen ließ am 13. Juli die These reifen, die linke Ära habe ihr Ende gefunden (Link). Oder gehe diesem entgegen. Man wird sehen.

Und außerdem wurden in unserer lässigen Republik aufgeführt: das Lehrstück, wie die Kanzlerin ihren aggressiven Attentismus am Beispiel der „Ehe für alle” perfektionierte (Link zum Beitrag vom 29. Juni); die Tragikomödie von des Bundesjustizministers Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das irgendwann noch den Weg ins Wörterbuch des spätmodernen Kauderwelsch finden wird (Link zum Beitrag vom 15. Juni); die beiden Possen vom gutmenschelnden saarländischen Doppeleinhorn, das schneller verschwand, als es teuer eingekauft worden war (Link zum Beitrag vom 8. Juni), und vom SPD-Wahl(kampf)Programm mit dem überraschenden Schwenk zur Inneren Sicherheit (Link zum Beitrag vom 18. Mai). Die Katastrophe von Manchester sprengte diesen kleindeutschen Rahmen auf schlimmste Weise und ließ die bange Frage zurück, ob wir den Kampf gegen das Vergessen gewinnen, damit wir jenen gegen den muslimischen Terror verstärken können (Link zum Beitrag vom 23. Mai).

Xavier Naidoo machte auch mal wieder Welle und rief jede Menge Geschmacksrichter aus den Büschen hervor und auf Abwege (Link zum Beitrag vom 11. Mai). Eine „Allianz für Weltoffenheit” – Maximalbegriffe boomen mit minimalem Aufwand – blies die Backen auf und nahm den Mund zu voll (Link zum Beitrag vom 5. Mai).  Die Kriminalstatistik 2016 dokumentierte eine überdurchschnittliche Bereitschaft zur Gewaltkriminalität bei Zuwanderern, was eigentlich niemand hören will und wollte, weshalb allerhand Benebelungsspektakel einsetzte (Link zum Beitrag vom 26. April). Womit, apropos, auch die Kirchen sich auskennen und so zwischendurch ins Fach der Vielfaltsapostel überwechseln. Hier geht es zum Beitrag vom 21. April.