Der Deutschen liebstes Mittelmaß
Auch aus mentalitäts- und kulturgeschichtlicher Perspektive ist der Limburger Bischofsfall ein Lehrstück. Mündlich, im Deutschlandfunk umschritt ich das Terrain. Und zwar am 23. Oktober in der Sendung „Kultur heute“.
Auch aus mentalitäts- und kulturgeschichtlicher Perspektive ist der Limburger Bischofsfall ein Lehrstück. Mündlich, im Deutschlandfunk umschritt ich das Terrain. Und zwar am 23. Oktober in der Sendung „Kultur heute“.
Armutsbekämpfung kann Armut stabilisieren. Von ihr profitiert die Armutsindustrie – in Zeiten einer großen Koalition noch mehr als ohnehin. Im „Konter“ vom 22. Oktober wende ich mich gegen die stete Ausweitung einer risikolosen Boombranche.
Den Film „Finsterworld“ nach einem Drehbuch von Christian Kracht empfehle ich sehr. Und warum? Darum.
Nicht nur Bischöfe können versagen, wahrlich nicht. Auch mancher professionelle Soforterreger muss sich die Frage stellen lassen: Woher kommt das Übermaß an Schadenfreude und Aburteilungsfuror im Fall des gefallenen Limburger Bischofs Tebartz-van Elst? Dazu übt sich der Konter vom 14. Oktober in einigen Vorüberlegungen.
Die Deutschen mögen den Begriff der Erinnerungskultur erfunden haben. Doch des Erinnerns sind sie unkundig. Ein rein formaler, maß(stab)loser Denkmalschutz beweist es auf’s Hässlichste. Darüber spreche ich im Politischen Feuilleton von Deutschlandradio Kultur am 16. September. Nachlesen, Nachhören sind durchaus erlaubt.
Keine besondere investigative Leistung ist für diese Erkenntnis nötig: Eine Republik nach dem Willen der „Grünen Jugend“ wäre ein anderes Land. Es regierten Quote, Umerziehung und, thronend über allem, der Sex-Imperator. Andererseits wären Mann und Frau abgeschafft beziehungsweise durch „Mann“ und „Frau“ ersetzt. Wie das zusammengeht? Mein Konter vom 10. September bemüht sich um eine Zusammenschau. Der müde Witz übrigens des junggrünen Aktivisten Grischka von September 2009 zur Pädophilie war bald nach Veröffentlichung meiner Kolumne vom Netz genommen. Dort prangt nun eine junggrüne Entschuldigung.
Solche Einlassungen häufen sich jetzt, falsch bleiben sie. Sigmar Gabriel will die Hausaufgaben abschaffen, weil zu Hause entweder hyperintellektuelle oder sensationell doofe Eltern lauern, die die ganze schöne Bildungsgleichheit aushebeln könnten. Denn nur der Durchschnitt sei gerecht. Ich kontere am 3. September. Am 4. September kam ich zweimal zu Wort. In einem TV-Feature von Tilman Jens über eine „Koalition der Frommen“. Und zwar zum Ende hin. Wovon man sich überzeugen kann.
Alles läuft schief am Berliner Fluchhafen BER. Oder haben wir die falsche Optik? Vielleicht ist Hartmut Mehdorn, der unlängst eine Mini-Eröffnung ankündigte, nur ein unverstandener Künstler? Mein Konter vom 20. August stürzt sich beherzt ins Absurde. Ernster, doch ebenso schwer ernstzunehmen ist die Ideologie der Gleichstellung. Doch aufgemerkt: Gleichberechtigung und Gleichstellung sind zwei Paar Stiefel. Ich sortiere am 27. August. Ebenso ein Fall für die Humorpolizei sind viele Wahlplakate und Wahlwerbespots. In einem Gastkommentar für politik-digital.de sichte ich am 29. August den Wahlkampf der Komiker.
MDR FIGARO gab mir Gelegenheit, am 23. August im Rahmen der freitäglichen Kolumne meine Warnung vor zu viel Wir-Euphorie zuzuspitzen. Denn alle Moralität beruht auf Freiheit.
Darf ein Bischof vor einer demokratischen Partei warnen, dürfte er zu einer anderen raten? Nein, natürlich nicht. Robert Zollitsch tat es trotzdem. Der „Konter“ vom 13. August findet derlei Amtsanmaßung indiskutabel. Nicht schön ist auch das Verhalten grünen Spitzenpersonals bei der Aufarbeitung pädophiler Vergangenheiten. Alles Doppelmoralisten? Darüber schrieb ich einen Kommentar am 14. August. Selbigentags wandte ich mich gegen den Schlafwagenwahlkampf wie gegen die Anmutung, dieser sei schon entscheiden: Wählen gehen, liebe Leut‘! Minder schön war auch die Auskunft neulich, welche Zusatzbeträge öffentlich-rechtliche Intendanten einstreichen. Der „Konter“ vom 6. August begehrte auf.

