Nicht an den Terror gewöhnen

Schrieb ich das vergangenes Jahr so ähnlich? Werde ich es im kommenden Jahr so ähnlich schreiben müssen? Ostern ist da, ein Untergang, eine Hoffnung und um beides eine Bedrohung. Ostern bleibt irreduzibel. Es sperrt sich aller interreligiösen Vereinnahmung. Davon handelt mein „Konter“ (Link) vom 13. April, dem Gründonnerstag des Jahres 2017. Frohe Ostern!

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Nicht an den Terror gewöhnen

Schrieb ich das vergangenes Jahr so ähnlich? Werde ich es im kommenden Jahr so ähnlich schreiben müssen? Ostern ist da, ein Untergang, eine Hoffnung und um beides eine Bedrohung. Ostern bleibt irreduzibel. Es sperrt sich aller interreligiösen Vereinnahmung. Davon handelt mein „Konter“ (Link) vom 13. April, dem Gründonnerstag des Jahres 2017. Frohe Ostern!

Ein Unberechenbarer – und Integration, inkalkulabel

Die „phoenix Runde“ debattierte am 4. April 2017 über die Frage „Wahlkampfthema Integration – Zwischen Islam- und Einwanderungsgesetz“. Mittun durfte u.a. Herr Mazyek, mittun durfte auch ich (Link). Am 12. März strahlte Das Erste in der Reihe „Gott und die Welt“ ein Feature über Papst Franziskus aus, „Der Unberechenbare“ betitelt (Link). Was ja passt. Auch meine Einschätzung war in dem Film des BR-Kollegen Claus Singer gefragt.

phoenix Runde vom 04.04.2017Der Unberechenbare - Papst Franziskus 12.03.2017 C

Sinn und Unsinn sind nicht dasselbe

Manchmal ist Lektüre doch sehr erhellend. Der NDR-Journalist Constantin Schreiber etwa dokumentierte für sein Buch „Inside Islam“ ein gutes Dutzend auf deutschem Boden, aber nicht auf Deutsch gehaltener Moscheepredigten. Das Ergebnis stimmt nicht eben hoffungsfroh. „Integration als Sünde“ überschrieb ich meinen „Konter“ (Link) vom 30. März 2017. Amüsanter kommt Tuvia Tenenboms „Allein unter Flüchtlingen“ daher, doch nicht minder brisant ist der Inhalt. Am 9. März (Link) schrieb ich resümierend: „Die Flüchtlingskrise ist nicht vorbei.“

Längst nicht Geschichte sind auch die Bemühungen der Exekutive, Wahrheit in exekutivem Sinn zu kanalisieren. Das Maas’sche Anti-Fake-News-Gesetz soll kommen, und es könnte faktisch den Orwell’schen Angsttraum einer Wahrheitsbehörde wahr werden lassen. „So wird das nichts“ urteilte ich am 16. März (Link). Leider etwas geworden ist es mit dem exekutiven Ansinnen, Journalisten als Klimaskeptiker in einer behördenamtlichen Broschüre zu brandmarken und ihnen allerhand sinistre Nebenmotive zu unterstellen. Das Urteil zugunsten des Bundesumweltamtes befremdet, worüber ich am 2. März (Link) ein nötiges Wort sagte.

Dass das Broschürenwesen eher nicht zum guten Regierungshandeln zählt, belegt auch ein für teures Geld millionenfach in Umlauf gebrachtes Heft der Bundesregierung, in dem wider besseres Wissen mehrfach behauptet wird, Europa begehe im Jahr 2017 seinen 60. Geburtstag. Nein: „Europa und EU sind nicht dasselbe.“ Mein kleiner historischer Nachhilfeunterricht vom 24. März findet sich unter diesem Link. Gern geschehen!

Pfui, Winnetou, pfui aber auch!

Fastnachtsmuffel hin und her, das mit der Freud‘ wird ganz schön schwer: Meine Betrachtungen zu einem zwischen Terrordrohung und politischer Korrektheit zerriebenen Karneval finden sich im „Konter“ (Link) vom 23. Februar 2017. An vertrauter Stelle schrieb ich zuvor, am 17. Februar, eine wahrlich ausführliche und hoffentlich präzise Summa der diesjährigen Berlinale (Link), deutete die Wahl Frank-Walter Steinmeiers zum Bundespräsidenten als „totale Demütigung“ für CDU und CSU – am 10. Februar (Link) – und hielt am 3. Februar angesichts der flächendeckenden Hass-Festspiele wider den neuen US-Präsidenten fest: Auch linke Intoleranz ist Intoleranz (Link). Dass die ökumenisch vereinte Merkel-Kirche sich derweil andere Sorgen macht, ist freilich unbenommen. Ihr wandte ich mich am 27. Januar zu (Link): „Kein ewiger Aufschwung ist in Sicht, kein Jubelchor für das Regierungshandeln, kein Seelensturm der Erlösten. Bald werden die Kirchen Vermögensverwaltungen sein mit eingebauter Weltverbesserungsrhetorik. Der Staat wird sich ihrer bedienen, denn jeder Sonntag braucht eine Rede. Mit Sonntagen kannten sich die Kirchen einmal aus.“

Herr Trump, Herr Schulz und bewegte Rede

Am 29. Januar 2017  war ich wieder einmal in den ARD-Presseclub eingeladen, der unter der Überschrift stand „Neuer Schwung oder Strohfeuer? Kann Martin Schulz die SPD wiederbeleben?“ Das Video ist leider nicht mehr abrufbar in der Mediathek. In der Phoenix-Runde am 2. Februar 2017 durfte ich mitdiskutieren zum Thema „Der umstrittene Präsident – Wie umgehen mit Trump?“ Hier kann noch (nach-)geschaut werden. Ich danke allen Beteiligten sehr.

Presseclub 29.01.2017 - Neuer Schwung oder Strohfeuer

 

Wer ist ein Volk?

Diese Frage darf gestellt werden, und gewiss ist sie derzeit nicht aus der Luft gegriffen. Also versuchten sich vier alerte Köpfe, deren einer mir gehörte,  an einer Antwort. Im Kulturgespräch des Deutschlandfunks am Freitag, dem 13. Januar 2017. Das Datum erwies sich als kein schlechtes Omen. Wovon sich überzeugen mag, wer nachhören will (Link). Bittesehr. Gern geschehen.

Die falschen Toten. Und bitte kein Floskel-Bingo mehr!

Fast scheint es, als genierte sich die Politik für die Opfer des islamistischen Anschlags vom Berliner Breitscheidplatz. Warum sind wir so ungelenk bei einer so wichtigen Kulturleistung, der öffentlichen Trauer? Mein Konter vom 5. Januar 2017 bemüht sich um ein Annäherung (Link) an dieses beklemmende Phänomen. Zuvor, am 25. Dezember 2016, hatte ich ein Ende des peinlichen Floskel-Bingos (Link) nach Anschlägen gefordert. Die sieben zu überwindenden Floskeln erfreuen sich dennoch weiterhin bester Gesundheit.  Und auch meine sechs Lehren (Link) aus dem Kalenderjahr 2016 waren am 30. Dezember kaum geschrieben, da gab die Welt mir zu verstehen, dass sie sich nicht eines Besseren belehren lassen mag. Zumindest von mir nicht. Es bleibt also schwierig, turbulent und schizophren.

Mehr Geist, bitte!

Am 21. Dezember machte ich mir Gedanken über eine kostbare Erscheinung: den öffentlichen Geist (Link). Anlass war die neue CICERO-Rangliste der 500 wichtigsten Intellektuellen des deutschsprachigen Raums im Januarheft. Ich mündete in eine Utopie, denn „wäre es nicht schön, all die Filterblasen und Echokammern platzten auf und zum Vorschein käme das große gemeinsame Gespräch, Wahrheit suchend und eine Sprache findend?“

Woher rührt unser Desinteresse an der Christenverfolgung?

Am 15. Dezember 2016 versuchte ich mich an einer Antwort (Link). Der Umstand ist beklagenswert genug. Damit er sich ändere, muss das Problem schärfer als bisher ins Auge gefasst werden. Die Christen sind die am meisten verfolgte Religionsgruppe der Welt. Entwicklungen wie jene von mir am 17. November kritisierten helfen dem nicht ab. Eher ein Freifahrtschein für Rücksichtslose (Link) ist es, wenn die Integration von Muslimen missverstanden wird als angewandte Ignoranz und orchestriertes Wegschauen.

Die Mikado-Kanzlerin

Mit den Flüchtlingen kamen auch Terroristen, und Flüchtlinge können auch kriminell sein: Das ist ein trauriges Faktum, aber eben ein Faktum. Mein Konter vom 8. Dezember 2016 wendet sich gegen wohlmeinende Tabuisierungsversuche (Link). Die Bundeskanzlerin trat in dieser Angelegenheit bisher nicht als Klarrednerin hervor. Zwei Merkelsche Wortmeldung aus dem November zeigten es, mein Konter vom 24. November fasste zusammen und ordnete ein (Link).

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