Danke, Erlangen!

Der bewährte Satz von der fränkischen Provinz will einem nicht aus der Kehle, ist man einmal auf dem Poetenfest in Erlangen gewesen. Zum nunmehr schon 35. Mal trafen Ende August 2015 Schriftsteller und Publizisten und ihr Publikum herzlich aufeinander. Im Markgrafentheater am 29. August war es Glockschlag Zwölf – nun ja, fast -, als dort [...]

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Danke, Erlangen!

Der bewährte Satz von der fränkischen Provinz will einem nicht aus der Kehle, ist man einmal auf dem Poetenfest in Erlangen gewesen. Zum nunmehr schon 35. Mal trafen Ende August 2015 Schriftsteller und Publizisten und ihr Publikum herzlich aufeinander. Im Markgrafentheater am 29. August war es Glockschlag Zwölf – nun ja, fast -, als dort über mein Buch „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“ und dessen Thema diskutiert wurde. Muntere, stellenweise heitere, fallweise sehr ernste 90 Minuten lang loteten der „Zeit“-Journalist Jens Jessen, die Politologin Ulrike Ackermann von Heidelberger John-Stuart-Mill-Institut und meine Wenigkeit unter der Gedankenführung Florian Felix Weyhs die Abgründe von Abendland, Islam und Liberalismus aus. Dem Auditorium hat es augenscheinlich wie hörbar gefallen. Danach war die Nachmittagssonne unbarmherzig.

Poetenfest 2015

Das neue Buch ist da…!

…und einen Titel hat es auch: „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss.“

Kissler TitelUnd damit eben dies gelingt, damit die Freiheitsrechte und die Toleranz, von der wir alle zehren, auch morgen noch da sind, habe ich das Buch geschrieben. Jede Leserin, jeder Leser ist herzlich willkommen! Der Verlag hat eine Site spendiert, auf der ich das Projekt und meine Motivation vorstelle. Den Gralshütern der Political Correctness wird es vielleicht nicht rundherum gefallen – ich verspreche aber: Langeweile und Ignoranz bleiben außen vor. Direkt bestellen kann man es zum Beispiel hier oder hier oder auch hier oder bei einem der zahlreichen Buchhändler vor Ort. Als ich da saß und dachte und schrieb, habe ich viel gelernt über die Welt, in der wir leben und die uns, im Guten wie Schlechten, zu Menschen des Westens biegt. Er bleibt unser Schicksal, gerade im Angesicht der islamischen Herausforderung.

 

Ein Dalai Lama macht noch keinen Weltfrieden

Gegen Meditation kann man nichts haben, habe ich schon rein gar nichts. Positive Gefühle gibt es zu wenig in der Welt, und Hass macht hässlich. In all dem hat der 14. Dalai Lama recht. Zum Seelenfrieden des einzelnen kann er so beitragen, aber wohl kaum zum Weltfrieden. Denn wie sollen die Bösen gebessert werden, wenn sie nicht meditieren wollen? Im „Konter“ schrieb ich darum am 18. August 2015 über den Nummer-Eins-Bestseller, den „Appell des Dalai Lama an die Welt“. Ganz so einfach ist es nicht.

Das ist die (verdiente) Quittung

Immer schneller verlassen die Menschen in Deutschland die Kirchen, beenden sie die Steuerpflicht. Besonders bei den Protestanten wird bald kaum noch jemand da sein, der das Licht ausmacht. Woran das liegt? Gewiss auch daran, dass Kirchen oft nur sagen, was alle sagen, nachdem es alle gesagt haben. Sprachlos und plappersüchtig zugleich sind sie geworden, Luthers Erben. Den Katholiken ergeht es kaum besser. Kirche als Echo aber des Zeitgeists und Weltverdopplungsanstalt braucht kein Mensch. Schreibe ich im „Konter“ vom 21. Juli 2015.

Diese EU schadet Europa

Gibt es derzeit noch andere Themen als die Griechenkrise, die Eurorettung und die Lage des Euros und Griechenlands und beider zusammen? Natürlich, man sehe sich hier um. Und doch fasziniert und bedrückt die Eskalation, die zum Kollaps führen könnte – zum Kollaps Europas als tragender Idee. Wollen wir es nicht hoffen. Ich schrieb am 16. Juni 2015 über die zunehmende Unregierbarkeit Europas und am 10. Juli über das uneuropäische Gebaren eines gewissen Alexis Tsipras und am 14. Juli über den Triumph der „Fassadendemokratie“ (Habermas) zum höheren Zwecke der Eurorettung. Erkenntnis und Linderung verspricht in krisenhafter Zeit wie generell der Blick in die Geistesgeschichte. Lernen wir also von Hugo von Hofmannsthal, dessen Münchner „Arabella“, von Andreas Dresen inszeniert, ich am 8. Juli besprach, und vielleicht auch von der Hanse. Mit ihr beschäftigte ich mich im Märzheft, online nachzulesen seit dem 29. Mai 2015.

Der Tod darf kein Geschäft werden

In der Debatte um erleichterten Zugang zur Sterbehilfe wird hie und da gefordert, kommerzielle Anbieter sollten sich der Sache annehmen. Dieser Professionalisierungsschub aber wäre grundfalsch. Er wäre das letzte Häkchen unter der Verwandlung des Menschen zur Ware. Sehr vieles, aber nicht alles darf der Markt lösen. Schreibe ich am 7. Juli 2015.

Das Grauen wohnt in Rüdersdorf

Arme Brandenburger Gemeinde, das hast du nicht verdient! Doch weil eben dort Pakete der DHL eine regelmäßig längere Pause einlegen, ehe sie in Berlin zugestellt werden, kann ich dir, du Rüdersdorf, diesen Zuruf nicht ersparen. Es ist der reine Wahnsinn. Ich schrieb ihn am 23. Juni 2015 auf – und glaubt mir, wenig wurde besser seitdem.

Energie sparen mit Papa Franz

Es ist schon wahr: Die Bewahrung der Schöpfung ist christliches Kerngebot, und ein Papst darf Schwerpunkte setzen nach Gutdünken und Fassungskraft. Die Enzyklika von Franziskus aber,  „Laudato Si“, ist stellenweise zu schlicht antikapitalistisch geraten und verheddert sich im winzigen Konkreten zwischen Mülltrennung und Abfallvermeidung. Mein „Konter“ vom 18. Juni 2015 vermisst die spirituelle Weite und geistlichen Mehrwert.

Die Ehe für alle und das Pathosgebot

Die „Homo-Ehe“ soll zur „Ehe für alle“ werden, und wer nicht begeistert applaudiert, der ist ein Schuft. Bei allem Verständnis, liebe Aktivisten, für euren feurigen Einsatz: Geht es nicht eine Spur nüchterner, pathosärmer, moralinfrei? Am 2. Juni 2015 notierte ich meine Gedanken hierzu.

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