Abends bei phoenix

Am 23. Januar 2019 durfte ich trotz gewagter Farbkombination – was mir prompt die Rüge eines Zuschauers einbrachte – an der phoenix-Runde teilnehmen und mitdiskutieren zur Frage „Einwanderungsland Deutschland – Was klappt, was klappt nicht?“ (Link) Selbigen Tags hatte Bundesinnenminister Seehofer den Migrationsbericht 2016/17 und die Asylzahlen des Jahres 2018 vorgestellt. Um beides ging es dann […]

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Abends bei phoenix

Am 23. Januar 2019 durfte ich trotz gewagter Farbkombination – was mir prompt die Rüge eines Zuschauers einbrachte – an der phoenix-Runde teilnehmen und mitdiskutieren zur Frage „Einwanderungsland Deutschland – Was klappt, was klappt nicht?“ (Link) Selbigen Tags hatte Bundesinnenminister Seehofer den Migrationsbericht 2016/17 und die Asylzahlen des Jahres 2018 vorgestellt. Um beides ging es dann auch. Ob freilich bunte Farben künftig klappen werden im Herrenbekleidungsland Deutschland? Wir werden sehen.

20190123 Phoenixrunde

Mainzer Narreteien

Am 18. Januar 2019 bekam der österreichische Schriftsteller Robert Menasse tatsächlich den Carl-Zuckmayer-Preises des Landes Rheinland-Pfalz von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Dreyer überreicht. Das bleibt ein Fehler. Die Gründe lege ich dar im „Konter“ vom 17. Januar 2019 unter dem Titel „Staatspreis für den Flunkerkönig“ (Link): „Menasse kämpft pointiert, polemisch, hochfahrend für die Abschaffung der Nation, für die Auflösung des Bundestags, letztlich den Untergang jener Bundesrepublik Deutschland, deren Preise er gerne entgegennimmt.“

Zeit für Widerworte

Nun rotieren die Maschinen: Mein neues Buch – es dürfte das vierzehnte sein – ist in der Druckerei. Es wird am 25. Februar 2019 erscheinen und trägt den Titel „Widerworte. Warum mit Phrasen Schluss sein muss“. In 15 Kapiteln werden 15 Phrasen vom Thron gestoßen, darunter „Wir schaffen das“, „Das ist alternativlos“ und „Haltung zeigen!“. Ich hoffe auf eine interessierte Leserschaft und freue mich auf Reaktionen. Vorbestellt kann schon werden, zum Beispiel hier (Link) oder hier (Link).

Cover Widerworte

Predigt nicht!

Weihnachten wird’s, Weihnachten wird gewesen sein. Was aber ist Weihnachten? Ein Ernstfall, zumindest. Über diesen schrieb ich am 20.12.2018 (Link): „Ereignisse jagen einander so rasch, dass sie den Sinn für Kontinuitäten und Entwicklungen schwächen. Dennoch: Weihnachten ist der Ernstfall. Weihnachten ruft uns die Krise eines nur menschlichen Zeitbegriffs dramatisch ins Gedächtnis.“ Am 25.12.2018 hatte ich nur einen Wunsch an das göttliche Bodenpersonal: Predigt nicht! (Link) Weihnachten wäre so viel schöner, gäbe es keine gutmenschelnden, korrekten, plump politisierenden Weihnachtspredigten. In beiden Texten hatte der große Gilbert Keith Chesterton seinen Auftritt. Weihnachten ohne Chesterton? Unmöglich! Zuvor, am 3.12.2018, fasste ich Merkels flügellahme Regierungsmaschine und andere deutsche Peinlichkeiten (Link) zusammen, „Deutschland am Boden“, sah ich am 11.12.2018 im UN-Migrationspakt ein sehr teures Vermächtnis einer weltentrückten Kanzlerin (Link) und musste ich am 13.12.2018 das nächste islamistische Attentat, geschehen in Straßburg, in Worte (Link) zu fassen suchen: „Wer vom Fassungslosen zum Sprachlosen fortschreitet, der wird seine Fassung immer wieder verlieren. Am Boden des Terrors ruht eine Ideologie. Und nur wer diese Ideologie benennt und bekämpft, überlässt der Gewalt nicht den Alltag. Mit Kondolenzadressen aus dem Stehsatz wird man des Terrors nicht Herr. In der deutschen Politik und in deutschen Tageszeitungen herrscht nicht zuletzt deshalb das Vogel-Strauß-Prinzip, weil man die Auseinandersetzung mit dieser Ideologie scheut. Man will den Islamismus nicht zu hart anfassen, weil man es sich mit dem Islam nicht verscherzen will.“

Das Streitgespräch im Cicero

Zum Markenzeichen des Monatsmagazins für politische Kultur sind Streitgespräche geworden, deren Teilnehmer in der Sache scharf anderer Meinung sind, im Ton aber zivil bleiben und am Argument interessiert. In der Ausgabe von November 2018 (Link) durfte ich ein solches zwischen Islamkritiker Thilo Sarrazin und Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi moderieren. Für die Ausgabe von Dezember 2018 (Link) bat ich den kulturpolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Marc Jongen und Widerpart Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat zum Schlagabtausch. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön.

Wiener Werte, europäische Werte

Auf Einladung der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft durfte ich an der Wiener Tagung „Europäische Werte, Rechtsstaat, Sicherheit“ (Link) teilnehmen. In der eröffnenden Session „Was sind unsere Werte?“ hielt ich am 19. November 2018 ein Referat. Es darf gerne nachgelesen werden (Link). Sagte ich schon, dass Wien immer eine Reise wert ist?

High Noon im deutschen Fernsehen

Der sonntägliche „Presseclub“, sehr kurz nach zwölf Uhr mittags im Ersten, ist, ich sagte es schon, eine Institution. Am 9. September 2018 (Link) durfte ich wieder einmal mitreden. Das Thema lautete „Hand in Hand mit Rechtsextremen und Neonazis – Wie gefährlich ist die AfD?“ Volker Herres moderierte. Die geschätzte „phoenix-Runde“ durfte ich am 25. September 2018 (Link) abends um 22 Uhr 15 zur Überschrift „Schwere Schlappe – Merkels Mann ist abgewählt“ bereichern. Und am 31. Oktober 2018 (Link), da die Frage lautete: „Nachbeben in Berlin – Wer profitiert, wer verliert?“ Alexander Kähler moderierte jeweils. Danke allen Zusehern, Mitdenkern, hernach Reagierenden. Ich werde mir weiterhin Mühe geben, versprochen.

 

Presseclub 20180909

20180925 Phoenix Runde

20181031 Phoenix Runde

Herr Frey, Frau Merkel und jede Menge Streitraum dazwischen

Danach hörte man die These, es habe sich um eine Sternstunde gehalten. Das Gegenteil ist wahr. Die Bundestagsdebatte zum Migrationspakt der Vereinten Nationen schwankte zwischen Schelmen- und Schmierenstück und war von erschütterndem Unernst getragen. Mein Beitrag vom 8. November 2018 (Link) nennt die Gründe. Dass die UN viel Papier und wenig Sinn produzieren, zeigte schon zuvor die Verurteilung Frankreichs für dessen Nikab-Verbot. Am 25. Oktober 2018 (Link) wundere ich mich sehr. Dazwischen lagen Angela Merkels falscher Abgang, ihr politischer Teilrückzug in scheinbarer Souveränität (Link zum Kommentar vom 30. Oktober 2018), und eine Dresdner Diskussion zwischen AfD und öffentlich-rechtlichen Medien, namentlich der ARD in Gestalt Kai Gniffkes und des ZDF in der Person Peter Freys. Am 26. Oktober 2018 (Link) trug ich zusammen, was sich da zugetragen hatte. Es war so allerhand.

Was ist los in München?

Als jemanden, der ein Jahracht in und bei München verbracht hat, schüttelt’s einen dann doch, a weng, wenn man lesen muss: Der Erzbischof von München und Freising verwendet Bistumsmittel, um sich in der Öffentlichkeit als generösen Spender pro refugientibus darstellen zu können. Mein „Konter“ vom 11. Oktober 2018 (Link) ist über den Schein-Altruisten im Kardinalsrang empört. Das scheinmoralische Verbot sexuell anstößiger Werbung durch den Münchner Stadtrat passt ins trübe Bild. Wo früher eine Stadt leuchtete, da funzelt’s heute, nicht nur im Oberstübchen. Zum Kommentar vom 8. Oktober 2018 führt ein Link.

Jenseits der Worthülse

Jeder Tag ist Bertelsmannstiftungsstudientag, derart oft erscheinen Gütersloher Elaborate zum Zustand der Nation. Könnte man meinen. Dabei wird mitunter der Populismusvorwurf zum Totschlagargument wider oppositionelle Einstellungen. Mein „Konter“ (Link) vom 5. Oktober 2018 nimmt daran Anstoß. Ob das Merkelsche „Worthülsen-Regiment“ (Link zum Konter vom 27. September 2018) sich derweil bald dem Ende zuneigt und jenes „verbale Vakuum“ (Link zum Konter vom 13. September 2018), das die Kanzlerin bezeichnet, ein anderer oder eine andere wird füllen: Das wissen auch die Bertelsmänner nicht genau. Eine Wohltat wäre es, aus Sicht der deutschen Sprache. Dass in dieser schon besser debattiert wurde als in den Iden der Angela, zeigt nicht zuletzt der Debattenverhinderungscordon, der um Thilo Sarrazin errichtet wurde. Dabei bekam er über Bande prominente Schützenhilfe vom amerikanischen Bestsellerautor Nassim Nicholas Taleb, worüber ich (Link) am 6. September 2018 schrieb. Vom kurzfristigen SPD-Hoffnungsträger Martin Schulz gilt es übrigens nachzutragen, dass er die Kunst der Selbstversenkung noch beherrscht. Ein Talkshowauftritt belegte es. Ich zeichne ihn am 17. September 2018 nach (Link).

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