Mehr Goethe bitte und weniger Google!

So wie das Abendland nicht mehr ohne den Vornamen „Untergang des“ auskommt, begegnet uns die Bildung häufig nur mit dem Nachnamen „Katastrophe“. Und warum? Weil sie mit Technik verwechselt und für bloße Information gehalten wird. Leider eher gegenwartstauglich denn aktuell, wohl aber aus aktuellem Anlass warf ich mich im „Konter“ vom 14. April 2015 für [...]

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Mehr Goethe bitte und weniger Google!

So wie das Abendland nicht mehr ohne den Vornamen „Untergang des“ auskommt, begegnet uns die Bildung häufig nur mit dem Nachnamen „Katastrophe“. Und warum? Weil sie mit Technik verwechselt und für bloße Information gehalten wird. Leider eher gegenwartstauglich denn aktuell, wohl aber aus aktuellem Anlass warf ich mich im „Konter“ vom 14. April 2015 für Goethe und jenen Bildungsbegriff in die Brust, der Weltneugier und Herzensbildung verbindet. Wer es hören mag?

Brandauer, die Kunst, das Leben und ich

In der schönen Reihe des Cicero-Foyergesprächs am Berliner Ensemble durfte ich (gemeinsam mit dem Kollegen Alexander Marguier) am 12. April 2015 Klaus Maria Brandauer befragen. Zu so ziemlich allem, was eine Lebensreise an Abgründen und Aufschwüngen bereit hält. Heiter war es, faustisch und shakespearesk zugleich. Nicht von allem, aber doch einigem kündigt mein kleiner Bericht.

Klaus Maria Brandauer, Foyergespraech, BE Berlin, 12-04-2015

Wo die Kultur verschwindet, wächst die Barbarei

Zu den vielen Lektionen aus der Geschichte, die jene, die sie zu verwalten vorgeben, nicht sehen wollen, gehört ebendieser Zusammenhang. Darum sind die Entlassungen der Intendanten in Rostock und Novosibirsk ebenso symptomatisch wie verheerend. Mein „Konter“ vom 7. April 2015 muss warnen.

Gute Nacht, Feminismus

An einer Berliner staatlichen Universität sollen Kader für den Kampf wider „Antifeminismus“ geschult werden. Bei „Emma“ sieht man im Selbst- und Massenmord des Piloten Lubitz ein gutes Argument für die Quote im Cockpit. Der Feminismus, heißt das und sagt mein „Konter“ vom 31. März 2015, hat seine besten Tage hinter sich. Ade denn!

Der abgedankte Staat

Es ist ein Staat nach dem Geschmack vieler Radaubrüder und -schwestern, linker und anderer Extremisten. Hart zeigt er sich gegenüber Steuersündern, soft ist er zu den Feinden der öffentlichen Ordnung. Mein „Konter“ vom 24. März 2015 befürchtet Randale ohne Risiko und so ein weiteres Abschmelzen von Recht und Staat und Unrechtsempfinden.

Shakespeare, unschlagbar

Er ist und bleibt der Autor der Stunde, auch wenn der „Macbeth“ am Deutschen Theater zu Berlin manches zu wünschen übrig ließ. Meine Besprechung vom 20. März 2015 sucht nach weiterer Erkenntnis im Kosmos des William Shakespeare.

Im Banne des Terrors – und was will Precht uns sagen?

Wenn aus Furcht vor islamistischen Anschlägen ein Karnevalsumzug abgesagt wird, und wenn ein Fernsehphilosoph den islamistischen Anschlag auf die Twin Towers von 2001 für einen minder schweren Eingriff in unsere Freiheitsrechte hält als Big Data: Dann macht die allgemeine Ver(w)irrung derart große Fortschritte, dass es graust. Meine Beiträge vom 17. und 24. Februar 2015 konstatieren den Rückzug der Vernunft, die Abwrackung der Freiheit. Gefangene sind wir alle.

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