Abends bei phoenix

Am 23. Januar 2019 durfte ich trotz gewagter Farbkombination – was mir prompt die Rüge eines Zuschauers einbrachte – an der phoenix-Runde teilnehmen und mitdiskutieren zur Frage „Einwanderungsland Deutschland – Was klappt, was klappt nicht?“ (Link) Selbigen Tags hatte Bundesinnenminister Seehofer den Migrationsbericht 2016/17 und die Asylzahlen des Jahres 2018 vorgestellt. Um beides ging es dann […]

weiterlesen

Haltung ist kein Journalismus

Auch ein Blick in die Provinz, hier einmal nach Ulm, belegt eine Versuchung und ruft nach der Gegenthese: Haltung (allein) ist kein Journalismus. Sachdienliches hierzu im „Konter“ (Link) vom 9. August 2018. Sonst nämlich geschieht, was oft der Fall ist oder war: Gewalt wird zur medialen Nebenepisode, geht sie von Flüchtlingen aus. Die Offenburger Vorkommnisse, zusammengefasst und eingeordnet im „Konter“ (Link) vom 23. August 2018, aber sperren sich gegen publizistische Verzwergung ebenso wie jene von Plauen. Fabula docet, Veritas liberabit.

Ein heißer Sommer

Der Verfassungsschutzbericht brachte an den Tag, was schon im Licht der Sonne lag: Deutschland hat ein Extremismusproblem, auch von links, auch islamistisch grundiert, auch rechts verortet. Im „Konter“ (Link) vom 27. Juli 2018 nehme ich die Erkenntnisse ernst. Die Terrorgefahr ist dauerhaft geworden. Auch deshalb gilt, wie ich im „Konter“ (Link) vom 13. Juli 2018 darlege: Ein Staat darf nicht emphatisch, muss aber rechtstreu sein. Auch darum, weil der muslimische Judenhass leider ebenfalls kein temporäres Phänomen ist. Im „Konter“ (Link) vom 19. Juli 2018 frage ich: Wer stoppt den Judenhass? Der mit Getöse und Vorwürfen verbundene Rücktritt Mesut Özils aus der deutschen Nationalmannschaft rechnet eher in die Kategorie Vermischtes und ist doch symptomatisch. Ohne den islamischen Faktor dürfte man ihn kaum verstehen. Schreibe ich in meinem Kommentar (Link) vom 24. Juli 2018. Vermischte Politik, so es das gibt, betrieb die Kanzlerin in der Haushaltsdebatte des Bundestags, wo sie eurythmisch politisierte. Im „Konter“ (Link) vom 5. Juli 2018 schwang ich mit im Takt.

Sonntags im Presseclub

Eine Institution im deutschen Fernsehen ist der sonntägliche ARD-Presseclub, an dem ich manchmal teilnehmen darf, stets gern. Am 8. Juli 2018 war es wieder so weit, das Thema lautete „Frust über die Politik, Angst vor der Zukunft- was ist los mit unserer Demokratie?” (Link) Positionen wurden begründet, manches rieb sich hart, und der gemeinsame Rücktritt von Frau Dr. Merkel und Herrn Seehofer stand im Raum. Doch, nur zu, man sehe selbst.

2018-07-08 Presseclub

Schwefel und andere Medienspektakel

Es bleibt nicht aus, sich hin und wieder mit den Medien auseinanderzusetzen, auch wenn man diesen angehört. Der gehässige Kommentar des Chefs der ARD-„Tagesschau”, Kai Gniffkes, zu einem Rücktritt, den es gar nicht gab, der offenbar sehnlichst erwarteten Demission Horst Seehofers, gehört in kein Lehrbuch. Wohl aber in meine Betrachtung einer „journalistischen Kernschmelze” (Link) vom 2. Juli 2018. Dass derweil im ZDF-„heute Journal” immer mal wieder „Daumendrücken für Merkel” (Link) angesagt ist, legte ich am 18. Juni 2018 dar. Und in der ARD-Talkshow „Anne Will“ lädt sich die Kanzlerin zur Audienz und verwandelt so das Fernsehstudio in eine „Arena der richtigen Gesinnung” (Link). Am 11. Juni 2018 analysierte ich sie. Zum medialen Spektakel der anderen Art lädt die Evangelische Kirche, wenn sie im Netz wie der Teufel nach abweichenden Meinungen fahndet, die sie „toxische Narrative” (Link) nennt. Am 17. Mai 2018 stieß ich auf den protestantischen Exorzismus.

Wölfe, Menschen und ihre Politik

Das schöne Salzburg sah ich diesmal nur im Dunkeln. Doch geht es dem Wolf anders, dem nachtaktiven? Damit war das Thema gesetzt beim „Talk im Hangar-7”, an dem ich am 3. Mai 2018 erneut teilnehmen durfte. Der Wolf und der Mensch, das ist eine verzwickte Geschichte. Als sei die Lage nicht schon kompliziert genug, wenn Menschen auf Ihresgleichen treffen, etwa Politiker: In der „phoenix-Runde” hieß das Thema am 26. Juni 2018, „Die Schicksalswoche – Krisentreffen im Kanzleramt” (Link). Ich redete mit und trug ein Einstecktuch. Beides ist aktenkundig.  Zwei Tage später, am 28. Juni 2018, fand in Köln ein „WDR 5-Funkhausgespräch” (Link) statt: „Die aufgeheizte Republik – Was wirkt gegen Hass und Hetze?” Gerne trug ich mein argumentatives Scherflein bei.

20180628 WDR 5 Funkhausgespräche

20180626 Phoenix Runde c

20180503 Talk im Hangar-7 b

Frühling, dein Name ist Streit

Linde Winde, sanfte Kräfte? In diesem Frühling schießen die Behauptungen, Rechthabereien und Bedenklichkeiten aller Art wie Pfeile ins Land. Die aus deutscher Sicht erbarmungswürdig vergeigte Fußballweltmeisterschaft der Herren hält immerhin sechs Lektion bereit, die ich am 28. Juni 2018 aufzähle (Link).  Unmetaphorisch bitter sind die kleinen Tode, die die Freiheit täglich stirbt im Kampf wider den islamistischen Terror. Am 31. Mai 2018 reiße ich mich und meine Sorgen am Riemen (Link). Die Kriminalitätsstatistik, der ich am 11. Mai 2018 eine Betrachtung widme (Link), stimmt da auch nicht heiterer, ebenso wenig tut’s der Hamburger Doppelmord durch einen migrierten Gewaltvater. Am 16. April 2018 deute ich das kranke Geschehen (Link): „Der Staat toleriert Gesetzesübertretungen, die von Kirche und Grünen begrüßt werden, und am Ende zahlen Frauen und Kinder die Zeche.“ Und wie Abschiebung und Weltoffenheit zusammengehen, erörtere ich am 4. Mai 2018 (Link): „Der Widerstand gegen eine Staatsgewalt, die zur eigenen Gewalt ein problematisches Verhältnis hat, gegen einen Staat, der sich in seiner Weltoffenheit selbst fesselt, ist ein Trend dieser Tage.“

Kultur, Kult und beiderlei Gegenteil

Wenn ein deutscher Papst für einen argentinischen Papst schwärmt, muss kein guter Film entstehen, sondern vielleicht nur „Ein Mann seines Wortes”. Das PR-Werk des Wim Wenders, einen „Monolog für zwei Stimmen” (Link), konnte ich am 14. Juni 2018 leider gar nicht goutieren. Größer freilich sind die realen Probleme einer Kirche, die Eigentore für Siegtreffer hält, wie es beim sogenannten bayerischen Kruzifix-Streit (Link) wieder zu besichtigen war. Am 3. Mai 2018 wunderte ich mich sehr über Marx und Company. Kein Vergleich aber mit der antijüdischen Unkultur im muslimisch dominierten Gangsterrap, der für einen Preis namens „Echo” vorgesehen war. Am 6. April (Link) und am 13. April 2018 (Link) kommentierte ich die Skandalmusik, die in eine Abschaffung dieses Echos mündete.  Kollegah und Farid Bang tönen weiter, ist stark zu vermuten, und werden von Millionen gehört. Keine Petitesse, wahrlich nicht.

Realismus ist kein Osterhase

Auch in diesem Jahr gibt es einiges zu Ostern zu sagen – und zu #Burgwedel, #Flensburg, der Antifa etc. Mein „Konter” vom 29. März 2018 (Link) sucht nach dem verbindenden Dritten von knochentrockenem Realismus und vernünftiger  Zuversicht: „Nicht an das Böse gewöhnen!” Kurz davor, am 27. März 2018, empfahl ich zur Lektüre das neue Buch von Botho Strauß (Link) mit Namen „Der Fortführer”. Darin steht geschrieben:  „Menschen, die zu allem ein gesundes Urteil haben, ahnen gar nicht, wie ein Urteil beschaffen sein muß, um Bestand zu haben: daß es nämlich zuerst unter Zähneklappern, zitternd und fiebernd durch den Eiswald der Sachverhalte irren muß, um zu sich zu finden.” Frohe Ostern.

Wie unterhaltsam darf eigentlich Europa sein?

Die phoenix-Runde war am 6. März 2018 besorgt: „Jetzt auch noch Italien. Populisten gegen Europa”. Anke Plättner moderierte, ich redete mit und zwar gerne (Link). Am 23. März 2018 lud Deutschlandfunk Kultur nach Potsdam ins schöne Museum Barberini. Von dort wurde live der „Wortwechsel” gesandt zum Thema „Politik als Theater. Wie unterhaltsam darf Politik sein?” Das Gespräch, soviel kann ich sagen, unterhielt dann sehr. Ob wegen mir, ob trotz meiner? Man höre nach (Link). Klaus Staeck war auch dabei.

20180306 Phoenix Runde

Uwe hat Durs

Tellkamp und Grünbein und Grünbein und Tellkamp und Tellkamp und Grünbein und Suhrkamp: Das ist kein Gedicht von Eugen Gomringer, sondern die Zusammenfassung einer Debatte nach der (Dresdner) Debatte, die diese bald durchzustreichen drohte. Tellkamp zeigte Haltung, den Rest zeigt die Zukunft und zeigte mein „Konter” (Link) vom 16. März 2018: „Das fängt alles erst an.” Minder schön ist der forcierte Trend zum durch Bücher für die Kleinsten endlich „politisierten Kinderzimmer”. Am 15. März 2018 schrieb ich (Link): „In Kita, Krippe und daheim soll der neue Erdenbürger mit den Vorteilen des Vegetarismus, des Internationalismus und der globalen Willkommenskultur vertraut gemacht werden. Wer alle vorgestellten Bücher beim Wort nähme und nicht abseits schaute, nicht links, nicht rechts, der setzte bei seiner ersten Bundestagswahl das Kreuz bei den Grünen.”

Copyright 2019 Alexander Kissler | Impressum | Webdesign