Kategorie: Texte

Wer schützt den Rechtsstaat im heißen deutschen Herbst?

Natürlich und glücklicherweise ist die Bundesrepublik Deutschland ein Rechtsstaat. Doch Rechts- wie Linksextremisten haben etwas dagegen, und im Merkel-Land zeigt auch der Staat sich nicht ausschließlich als Bewahrer der Bürgerrechte. Warum sonst würden Eingriffe in das Eigentumsrecht ebenso entspannt diskutiert wie Angriffe auf politisch Andersdenkende hingenommen werden? Mein „Konter“ (Link) vom 5. November 2015 versucht, mit beiden Augen zu sehen.

Toleranz und Islam, Toleranz und Judentum

Zweimal wurde ich um Gastbeiträge gebeten, zweimal tat ich es gern: Für die „Jüdische Allgemeine“ dachte ich am 9. Oktober 2015 über die Gefährdungen durch jenen Antisemitismus (Link) nach, der in der muslimischen Welt leider nicht überwunden ist und der nun im Zuge der Migrationen den Westen vor Probleme stellt. Die „Islamische Zeitung“ , eine empfehlenswert interessante Monatszeitung (Link) aus Berlin, befragte mich für ihre November-Ausgabe vom 28. Oktober 2015. Jeder Zeitschriftenhändler besorgt die IZ gerne – ich habe selbst die Probe aufs Exempel gemacht.

Wenn der Kardinal mit der Kanzlerin einen schwoft, biegen sich die Tagesthemen…

Natürlich sind die Meinungen sehr unterschiedlich, ob Merkels Flüchtlings- und Asylpolitik den höheren Weihen kluger Voraussicht genügt. Wenn aber ein Kardinal einen Rechtsbruch feststellt und diesen lobt, denn eine Kanzlerin müsse sich auch mal einer guten Sache wegen über das Recht hinwegsetzen – dann gemahnt diese fatale Grenzüberschreitung (Link) an überwunden geglaubte Zeiten. Was soll das, Herr Marx? Meinem „Konter“ vom 13. Oktober 2015 geht der (Kardinals-) Hut hoch. Am 21. Oktober galt es. ebenso befremdlich, die „Tagesthemen“ beim Zurechtbiegen der Wirklichkeit (Link) zu erwischen. Und am 27. Oktober fragte ich mich nach Sinn und Unsinn der neuen deutschen Lust am Pranger (Link), einen kritischen Seitenblick auf das Hasstheater an der Berliner Schaubühne unter dem Titel „Fear“ inklusive. O mores.

Frau Merkel als fatalistische Das-ist-egal-Kanzlerin

Es sind schwierige Zeiten für die Welt, für Deutschland und besonders für eine munter planlose Kanzlerin, die den Rückhalt in ihrem Volk dramatisch verloren zu haben scheint. Die Flüchtlingsfrage lässt niemanden kalt, auch mich nicht. Frau Merkels Auftritt bei Frau Will kommentierte ich am 8. Oktober 2015 – mit der These, die Kanzlerin entkerne durch ihre forsch vorgetragene Ohnmacht das Amt. Der „Konter“ vom 6. Oktober kritisierte Merkels Tugendbefehl und entwickelte sich, durchaus zu meinem Erstaunen, zu einem viralen Hit mit bisher über 28000 Weiterempfehlungen. Auch das ist ein Symptom. Um nicht vom Menetekel zu sprechen.

Zu viele Puritaner, zu wenig Dieter Nuhr

Die berüchtigte Regelungsdichte nimmt zu und zu. Oder sagt man Regelungstiefe? Auf jeden Fall soll nun auch das Essen reglementiert, der Zucker am liebsten verboten werden, was an sich kein Wunder ist, denn Puritaner regieren und entmündigen uns. Darüber schrieb ich im „Konter“ vom 1. September 2015. Gegen einen Staat, der sich für meine Mutter hält, wettert auch Dieter Nuhr in seinem neuen Programm „Nur Nuhr“. Ich sah es in Berlin und besprach es prompt, am 10. September. Der Islam kommt natürlich auch vor, Nuhr hat einen Ruf.

Willkommenskultur gibt es nicht

…und zwar keineswegs, weil Deutschland das Land der Stoffel wäre. Nein, der Begriff zwingt zusammen, was nicht zusammen gehört, Moment und Dauer, Geste und Nachhaltigkeit. Er ist ein echter Schmarr’n, der Begriff, und passt also gut in unsere Zeit des Emotionsmanagements, das sich Politik schimpft. Mehr dazu im „Konter“ vom 8. September 2015.

Ein Dalai Lama macht noch keinen Weltfrieden

Gegen Meditation kann man nichts haben, habe ich schon rein gar nichts. Positive Gefühle gibt es zu wenig in der Welt, und Hass macht hässlich. In all dem hat der 14. Dalai Lama recht. Zum Seelenfrieden des einzelnen kann er so beitragen, aber wohl kaum zum Weltfrieden. Denn wie sollen die Bösen gebessert werden, wenn sie nicht meditieren wollen? Im „Konter“ schrieb ich darum am 18. August 2015 über den Nummer-Eins-Bestseller, den „Appell des Dalai Lama an die Welt“. Ganz so einfach ist es nicht.

Vom Ende der Lebenslügen

Die Flüchtlingsdebatte ist ein Einbruch der Realität in unser kuscheliges Deutschland. Zwei Lebenslügen bringt sie dort zum Einbruch. Schrieb ich am 28. Juli 2015. Noch stabil hingegen sind die Vorstellungen des organisierten deutschen Mehrheitsprotestantismus, durch Allumarmung und Selbstrelativierung gelange man zu Maximalbeliebtheit. Diese Rechnung dürfte nicht aufgehen. Was nicht zuletzt das islamische Engagement von Bedford-Strohm zeigen dürfte, des EKD-Ratsvorsitzenden aus München: Was macht der Bischof im Moscheebauverein? Eine Frage vom 4. August.

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